10.11.2025, 18.33 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Vogelgrippe: RGZV-Schau abgesagt, aber Scheck fürs Kinderhospiz
RGZV-Vorsitzender Reiner Backhaus (re.) und Pressewart Boris Schmidt bei der Überreichung der Spende an Alisa Wildermuth vom „Familienteam“ des Bergischen Kinder- und Jugendhospizes Burgholz. | Foto: Meinhard Koke
Angesichts der Ausbreitung der Geflügelpest sah es ohnehin schon nicht gut aus dafür; spätestens mit dem Fund eines toten Kranichs in Ronsdorf, bei dem die Vogelgrippe nachgewiesen werden konnte, war für den Rassegeflügelzüchterverein (RGZV) Wuppertal Cronenberg 1950 vollends klar: Die für den 22./23. November im Siedlerheim Wilhelmring geplante Rassegeflügelschau muss abgesagt werden.
Nachdem inzwischen feststeht, dass der tote Vogel mit der hochansteckenden Vogelgrippe-Variante infiziert war, mahnt das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Remscheid-Solingen-Wuppertal (BVLA) alle rund 1.500 Hobby- und gewerblichen Halter von Geflügel im Städtedreieck umso mehr zu verstärkten Sicherheits- und strengsten Hygienemaßnahmen…! Ausgerechnet in ihrem 75. Jubiläumsjahr ist damit das Glück erneut nicht aufseiten der Cronenberger Züchter: Am Pfingst-Sonntag hatte der letzte Rassegeflügelzüchterverein Wuppertals eine generationsübergreifende Infoschau in der Kohlfurth organisiert: Tierschau, Hühnerluftballons, Schokokuss-Wurfmaschine oder auch Kindertheater – alles war auf der Berger-Wiese vorbereitet, doch Wind und Regen „verhagelten“ die Veranstaltung gehörig, die RGZV-Pavillons wurden vom Winde verweht…
Von ihrem Vorhaben, aus den Einnahmen der Pfingstschau und der nun abgesagten Jahresschau das Kinder- und Jugendhospiz Burgholz zu unterstützen, konnten weder Wetter noch Vogelgrippe die Dörper Züchter aber abbringen: Am Mittwoch überreichten Vereinsvorsitzender Reiner Backhaus und Pressewart Boris Schmidt einen Scheck über 500 Euro an Alisa Wildermuth vom Kinderhospiz: „Wir haben gehofft, dass es mehr werden würde“, bedauerten Backhaus und Schmidt, schließlich schätze man „die tolle gesellschaftliche Aufgabe“ des Kinderhospizes.
Trübsal blasen ist aber keineswegs bei den Cronenberger Züchtern angesagt: Auch sie spüren, dass der Trend wieder zum Huhn geht, mit 52 Mitgliedern sind sie einer der größten Vereine im Landesverband. Wer mehr wissen möchte, wird online unter rassegefluegel-cronenberg.de fündig. Übrigens: Das Kinderhospiz-Maskottchen, welches Alisa Wildermuth zum Dank für die Spende überreichte, bekommt einen vor allem „sicheren“ Platz: Bei „Foxi“ handelt es sich schließlich um einen Fuchs, und der hat zwar die Gans gestohlen, aber verschmäht auch Hühner nicht…!
Mehr zu den Cronenberger Rassegeflügelzüchtern gibt’s im Netz unter www.rassegefluegel-cronenberg.de.





