13.02.2026, 13.37 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

KI-Schulpreis fürs CFG: „Als Wuppertaler geht da das Herz auf…!

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Die Delegation des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) nach der Auszeichnung mit dem KI-Schulpreis 2025 auf dem Bildungscampus in Heilbronn. | Foto: CFG

„Super“, „großartig“, „unfassbar“,… – in Superlativen blickt Reinold Mertens, der Leiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG), auf den 16. Januar zurück: Das Küllenhahner Gymnasium wurde da mit dem erstmalig vergebenen KI-Schulpreis ausgezeichnet worden (die CW berichtete mehrfach). Dass Mertens zusammen mit Stellvertreterin Sabine Drübert sowie den KI-Koordinatoren Katharina Steinbach, Stephanie Piechota, Alexander Zuber und Felix Urban zur Preisverleihung auf den Bildungscampus in Heilbronn eingeladen war, sorgte am Jung-Stilling-Weg schon für reichlich Freude. Es unter 200 Bewerber-Schulen in die sogenannte „Shortlist“, also das Finale von 18 Schulen um den KI- Preis geschafft zu haben, war bereits eine Auszeichnung. Mitte Januar folgte der „Ritterschlag“: Das Fuhlrott-Gymnasium wurde für sein Gesamtkonzept zur Integration von KI in allen Fachbereichen sogar mit dem Hauptpreis geehrt. Die begehrte Auszeichnung ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 110.000 Euro dotiert – über allein 41.000 Euro davon durfte sich das CFG freuen…

MdL Engin: „CFG setzt Maßstäbe für KI-Einsatz“

Während die sechsköpfige CFG-Delegation in der Neckar-Stadt noch der (etwas verspäteten) Bekanntgabe entgegenfieberte, war die Entscheidung bereits durchgesickert: Mit Dilek Engin preschte die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion vor: Die Auszeichnung unterstreiche eindrucksvoll die Innovationskraft des CFG, lobte die Wuppertaler SPD-Landespolitikerin, dass das Fuhlrott-Gymnasium „Maßstäbe für den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag“ setze: „Diese Auszeichnung ist ein großer Erfolg für die gesamte Schulgemeinschaft – für die engagierten Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt für unsere Bildungsstadt Wuppertal.“

NRW-Ministerin: „Wichtige CFG-Inputs für KI-Praxis“

Nicht viel später dran war NRW- Schulministerin Dorothee Feller mit ihrer Gratulation: „Das Carl- Fuhlrott-Gymnasium zeigt mit seinem Konzept eindrucksvoll, dass Künstliche Intelligenz den Lern- und Lebensort Schule vielfältig bereichern kann“, betonte Feller, dass das CFG „wichtigen Input für praxisnahe Konzepte“ leiste, „die auch in den Schulalltag vieler anderer Schulen einfließen können“ – da wussten CFG-Leiter Mertens & Co. (offiziell) noch immer nichts von ihrem Glück… Ebenso groß wie die Freude war insofern die Überraschung, als es amtlich war und die CFG-Delegation auf die Bühne gebeten wurde.

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Jury: „Eine durchdachte Schulentwicklung…“

Es sei schon bewusst gewesen, dass man mit einem guten Konzept im Rennen war. Die anderen Schulen aber hätten auch „beeindruckende Konzepte“ eingebracht: „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet – umso glücklicher waren wir“, schaut Reinold Mertens auf den Januar-Freitag zurück. Bei der Entscheidung für das Küllenhahner Gymnasium spielte Glück indes offenbar weniger eine Rolle: Es sei ihnen gespiegelt worden, dass das CFG mit seinem umfassenden KI-Gesamtkonzept habe „am stärksten beeindrucken“ können. Entsprechend würdigte Jury-Vorsitzende Ulrike Cress das CFG-Konzept als „Teil einer durchdachten Schulentwicklung“: Die Schule verfolge „ein eigenes, klares Modell – strategisch, systematisch und langfristig angelegt“, begründete die Psychologie-Professorin an der Universität Tübingen und Direktorin des Tübinger Leibniz-Instituts für Wissensmedien den Jury-Zuschlag für das Fuhlrott-Gymnasium.

Auswärtiges Amt bis Altentagespflege: Großes Echo…!

Was dann folgte, beschreibt Reinold Mertens als ein „Wahnsinns-Medienecho“: Anfragen von Printmedien, Fernsehen und Interviews – dass sogar die „tagesschau“ ausführlich über den CFG-Erfolg berichtete, „war ein bisschen surreal“. Nur ein Teil der Welle, die an den Jung-Stilling- Weg schwappte – Beispiele: Das Auslandsschulwesen des Auswärtigen Amtes habe eine Einladung nach Berlin ausgesprochen, ebenso hätten die Schulministerien von Baden-Württemberg und Brandenburg Kontakt aufgenommen, unter anderem lud auch eine Altentagespflege in Essen die Küllenhahner KI-Preisträger ein… „Das hatte schon eine ziemliche Dynamik“, so Reinold Mertens zu den ereignisreichen Tage nach der Preisverleihung: Auch diese bundesweite Aufmerksamkeit sei eine Belohnung für die Arbeit im Schulzentrum, ihn freue die positive Nachricht aber auch für die Stadt: „Da geht mir als Wuppertaler das Herz auf!“

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Zum Anfang: Neue Bänke für Bildungscampus am „Süd“?

Beeindruckt äußerte sich der CFG-Leiter aber auch von der Location der Preisverleihung: Ob Hochschule, Schülerlabore, Eishockeyfeld oder, oder,… nicht zuletzt auch die Roboter, welche übers Areal fahren und freundlich grüßen… – der Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung (Lidl/Kaufland) sei „unfassbar beeindruckend“, staunt Mertens: „Und alles so sauber…“ Vielleicht trägt der KI-Schulpreis ja dazu bei, dass auch am „Bildungscampus Schulzentrum Süd“ mehr investiert wird – der von der Stadt abgelehnte Ersatz von Pausenhof-Bänken (die CW berichtete) könnte ein Anfang dazu sein…!

Stimmen zum KI-Schulpreis

OB Miriam Scherff 
Als „absolut fantastisch und hoch verdient“, würdigte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff die Auszeichnung für das Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG): „Ich gratuliere Schulleitung, Kollegium und Schülerschaft ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg.“ Scherff dankte herzlich für das „außerordentliche pädagogische Engagement“, welches „unser CFG nun bundesweit auszeichnet“: „Wir müssen alle mit hoher Priorität weiter daran arbeiten, dass Wuppertal ein Ort bleibt, an dem Innovation, Bildung und
gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken.“ Bildung sei der Schlüssel für Teilhabe, Zukunftsfähigkeit und demokratische Stärke, betonte die Oberbürgermeisterin abschließend in ihrer Gratulation.

Schuldezernentin Annette Berg 
Wuppertals Schuldezernentin Annette Berg zeigte sich „sehr stolz, dass das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal damit eine der Leuchtturmschulen in Deutschland ist“: „Lassen Sie sich feiern und ich freue mich auf meinen hoffentlich baldigen Besuch an Ihrer Schule!“, kündigte die Beigeordnete Berg an.

Bürgermeisterin Pia Kötter 
Sie freue sich, „dass damit das tolle Engagement der Schule gewürdigt wird“, gratulierte Cronenbergs Bezirksbürgermeisterin Pia Kötter dem CFG zu dem KI-Schulpreis: „Es ist fantastisch zu sehen, dass aus Cronenberg heraus tolle innovative Konzepte im Bildungsbereich in die gesamte Bundesrepublik strahlen.“

CDU Cronenberg 
Vorsitzender Alexej Hundt gratulierte für die CDU Cronenberg zu dem Gewinn des KI-Schulpreises: „Sie haben gezeigt, dass KI ein Werkzeug ist, das verantwortungsvoll eingesetzt werden kann und den Unterricht ergänzt“, so der CDU-Stadtverordnete. Michael-Georg von Wenczowsky ergänzte: „Der KI-Schulpreis ist nicht nur eine Auszeichnung für das CFG, sondern auch ein starkes Signal für den Bildungsstandort Wuppertal und insbesondere für Cronenberg“, so der Chef der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg.