18.02.2026, 19.20 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
DRK-Dank an „Sudbürger“: „Ein großartiges Engagement hier!“
Während Dr. Thorsten Böth (hi. li.) und Jörg Harte (hi. mi.) die Dankesurkunde des DRK Wuppertal an den Sudbürger-Vorstand überreichten, floss bei Spenderin Mariella Schepanski (vorne) weiterhin das Blut in der Nikodemuskirche in Sudberg. | Foto: Meinhard Koke
Zum Jahresanfang ließ diese Meldung aufhorchen: Die Blutkonserven-Vorräte reichten nur noch für rund 1,5 Tage aus, ließ das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wissen: Wegen der Grippe- und Erkältungswelle, aber auch weil wegen Schnee und Glätte zahlreiche Blutspende-Termine abgesagt werden mussten beziehungsweise weniger gut besucht waren, schlug das DRK Alarm. Und rief dazu auf, sich zur Ader zu lassen…! Im CW-Land mit Erfolg: Rund 90 Teilnehmende kamen am 11. Februar in die Nikodemuskirche, wo der Bürgerverein Sudbürger und der DRK-Blutspendedienst West den ersten Blutspende-Termin 2026 anboten.
Wie berichtet: Nachdem der übliche Ort, das Pfarrzentrum Hl. Ewalde, wegen Umbauarbeiten weggefallen war, hatten der Sudberger Bürgerverein und der DRK-Dienst im Januar 2025 ihre Gemeinschaftsaktion in der Kirche an der Teschensudberger Straße gestartet. Fünf Termine stiegen im Laufe des Jahres in der „Niko“, zwischen 70 und 80 Spender ließen sich dabei jeweils einen halben Liter Lebenssaft abzapfen.
DRK-Chef Böth: „Toll, was Sudbürger auf die Beine stellen“
„Das ist ganz toll“, lobten DRK-Kreisgeschäftsführer Dr. Thorsten Böth und Blutspendedienst-Gebietsreferent Jörg Harte, „was der Bürgerverein hier auf die Beine stellt“. Die Sudbürger seien der einzige Bürgerverein in Wuppertal, mit dem eine derartige Kooperation besteht, würdigten Böth und Harte das „große Engagement“ – und überreichten als Anerkennung „für die Unterstützung unserer Arbeit im Dienste der Menschlichkeit und die Sicherung der Blutversorgung“ eine „Dankurkunde“ an Sudbürger-Chef Gerrit Langefeld, Stellvertreterin Susanne Schmahl und Vorstand Guido Pepke.
Sudberg: Zweitbester Spende-Standort in Wuppertal
Nicht mit aufs Foto konnten derweil die Sudbürger-HelferInnen: Sie kümmerten sich emsig weiter um das Wohl der Blutspendenden: Mit Getränken, belegten Brötchen sowie Hot Dogs und Obst sorgten die Engagierten im Kirch-Foyer dafür, dass die Teilnehmenden ihren Aderlass bestens „verdauen“ konnten – eine Wohlfühl-Atmosphäre…! Die ganz offenbar Wirkung zeigt: Nach den Blutspendeangeboten in Ronsdorf, welche allerdings ungleich zentraler im Nachbar-Stadtteil durchgeführt werden, seien die Sudbürger-Angebote „die zweitstärksten in Wuppertal“, berichtete Blutspende-Referent Jörg Harte: „Die Resonanz hier ist hervorragend…”
Beispiel dafür war Mariella Schepanski, die sich unter anderem „pieksen“ ließ: Sie wolle Menschen retten und helfen, erklärte die 25-Jährige ihre Motivation als Blutspenderin. Keine Eintagsfliege-Aktion der Cronenbergerin, die als Medizinische Fachangestellte sonst anderen auch Blut abzapft: Mariella Schepanski hat sogar die Blutspende-App auf ihrem Handy installiert. Wenn diese ihr anzeigt, dass sie wieder darf, geht’s zur nächsten Blutspende – man wird die 25-Jährige also bei einer der nächsten Termine in der „Niko“ wiedersehen…
Ihr Engagement, wie das der 90 weiteren SpenderInnen bei der Sudbürger-Aktion und anderswo natürlich auch, zeigt übrigens Wirkung: Nach dem Appell im Januar sind die Blutspende-Vorräte in NRW inzwischen wieder auf fünf Tage angewachsen, freut sich Jörg Harte, um zu wissen: Das ist nur eine Momentaufnahme, Blut muss stetig weiterfließen – die Sudbürger und das DRK „arbeiten“ auch in diesem Jahr weiter daran…!
Die weiteren Sudberger Spende-Termine 2026
Die weiteren Blutspende-Termine 2026 am Sudberg sind jeweils mittwochs am 29. April, 15. Juli, 5. August und 28. Oktober. Ort ist wie gehabt stets von 15 bis 19.30 Uhr die Nikodemuskirche an der Teschensudberger Straße 12. Wunsch-Termine können vorab online unter www.blutspendedienst-west.de gebucht werden.





