02.03.2026, 19.38 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
TiC-Beirat Andreas Groß: „Wenn ich das sehe, geht’s mir gut…!“
Engagiert sich für das TiC-Theater persönlich als Beirat und mit seiner Firma in der Kohlfurth als „Gold-Sponsor“: Dr. Andreas Groß, der Geschäftsführer der Berger-Gruppe. | Foto: Meinhard Koke
Er ist stellvertretender Vorsitzender der Bergischen IHK und der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) sowie neuerdings auch Vorsitzender des Bezirks- und Industrieausschusses der IHK. Zudem engagiert er sich unter anderem als Dozent – auch für die Junior Uni –, er hat maßgeblich das Hochwasser-Warnsystem für die Wupper initiiert und betrieben. Und nicht zuletzt ist Dr. Andreas Groß vor allem das: Geschäftsführer der Berger-Gruppe in der Kohlfurth. Gerade erst war er bei einer Berger-Tochtergesellschaft in den USA, anschließend reiste er mit Vertretern der NRW-Maschinenbauer nach Japan. Zwischendurch empfing er eine Delegation aus China in der Kohlfurth. Im März wird der Cronenberger Unternehmer zudem als Mitglied eines „Expertenrats“ der Wirtschaft im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium Gespräche führen. Kurzum: Andreas Groß steht unter Volldampf – wenn er nicht gerade mit Unternehmerkollegen in der kalten Wupper für Wirtschaftsreformen demonstriert.
Heimatliebe von Klöppel bis Kiste
Und dennoch: Trotz zahlreicher Verpflichtungen hat sich Groß Herz und Leidenschaft für seine Heimat bewahrt. In bester Tradition eines Familienunternehmers engagiert sich der bekennende Cronenberger nicht nur für die örtliche Unternehmergemeinschaft, an deren Werkzeugkisten-Stand er auch im Juli sicher wieder zu finden sein dürfte. Die Berger-Gruppe spendete jüngst einen neuen Klöppel für die Viertelstundenglocke der Reformierten Kirche. Gemeinsam mit KNIPEX-Chef Ralf Putsch erwarb Groß zudem ein ehemaliges Firmengelände, um es im Sinne des Stadtteils weiterzuentwickeln.
Engagement für das TiC-Theater
Auch für das TiC-Theater schlägt sein Herz – natürlich auch als begeisterter Besucher. Besonders gern erinnert er sich an Produktionen wie „Addams Family“ oder „Comedian Harmonists“. Erst kürzlich lud er die Berger-Firmenläufer als Belohnung zu einer Aufführung von „Saturday Night Fever“ ein. Darüber hinaus engagiert sich die Berger-Gruppe im Kreis der aktuell 14 Gold-Sponsoren des Cronenberger Theaters. Andreas Groß selbst ist zudem Mitglied im TiC-Beirat, der die wirtschaftliche Entwicklung der gemeinnützigen Dorper Theater-GmbH begleitet. „Sie müssen mitmachen“, habe ihn KNIPEX-Chef Ralf Putsch vor rund 20 Jahren angesprochen, als das TiC nach der Insolvenz den Neustart wagte. Für Groß war die Entscheidung selbstverständlich: „Es gibt ganz viele in Cronenberg, die das TiC leise und mit einem großen bergischen Herzen unterstützen.“ Er verstehe sein Engagement als Teil einer starken Gemeinschaft.
Starke Partner im Hintergrund
Neben Ralf Putsch würdigt Groß ausdrücklich das Engagement weiterer Unterstützer. So hebt er die Umsicht und Weitsichtigkeit von Peter Krämer, dem Vorsitzenden des TiC-Beirats, hervor. Gemeinsam mit Stephan Ries, dem damaligen Insolvenzverwalter und heutigen Vorsitzenden des Fördervereins TiC-Club, habe Krämer maßgeblich zur Konsolidierung des Theaters beigetragen. „Der Beirat hat hinter den Kulissen den stärksten Einfluss“, betont Groß. Auch die Unternehmerfamilie Schmersal, Stahlwille-Geschäftsführerin Vera Bökenbrink, die Firmen Becker und Coroplast sowie das Maschinenbau-Netzwerk MKW zählt er zu den tragenden Säulen. „Es sind viele, die etwas machen“, unterstreicht der Kohlfurther Unternehmer. „Das sind die Familienunternehmen, die sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen uneigennützig engagieren.“
„Ein Leuchtturm im Dorf“
Warum setzt er sich trotz voller Terminpläne zusätzlich für das Theater ein? „Das TiC gehört zu Cronenberg. Es ist ein wunderbares Kleinod, das das Leben hier zu etwas Besonderem macht“, sagt Andreas Groß. Das Theater sei ein „Leuchtturm im Dorf“. Er erinnert sich an besondere Momente: TiC-Auftritte zum runden Geburtstag seiner Ehefrau, bei Firmenjubiläen oder auf einem privaten Gartenfest. „Wenn ich das sehe und höre, dann geht’s mir gut.“
Wunsch zum Jubiläum
Den beiden Geschäftsführern Ralf Budde und Stefan Hüfner stellt er ein hervorragendes Zeugnis aus: „Das sind zwei tolle Geschäftsführer, die es immer wieder schaffen, großartige Stücke auf die Bühne zu bringen.“ Sein Fazit: „Man kann nur ermuntern, hinzugehen und sich zu engagieren.“ Zum anstehenden TiC-Jubiläum wünscht sich Andreas Groß, dass das Theater seinen erfolgreichen Weg fortsetzt. Förderverein, Beirat und Gesellschafter sollten weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die Eintrittspreise moderat zu halten, damit sich möglichst viele Menschen eine TiC-Karte leisten und Kultur vor Ort genießen können: „Gerade in schwierigen Zeiten gehört das unbedingt dazu, um sich seinen Optimismus zu erhalten…“





