12.04.2026, 11.12 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Europacup-Halbfinale: RSC-Cats mit Krallen, aber dennoch raus

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Verkauften sich teuer und vertraten die deutschen Rollhockey-Farben bestens bei dem Final Four um den WSE-Cup 2026: die Dörper Cats des RSC Cronenberg. | Foto: RSC

Die Dörper Cats des RSC Cronenberg haben den Einzug ins Finale des WSE-Cups (die CW berichtete mehrfach) verpasst, sich dabei aber teuer verkauft: Im Halbfinale unterlagen die Grün-Weißen am gestrigen Samstag Gastgeber AD Sanjoanense mit 0:2 (0:1). Damit bleibt ihnen am heutigen Finaltag nur die Zuschauerrolle – ein Spiel um Platz drei gibt es bei dem Final Four nicht.

Trotz der Niederlage kann der Stolz überwiegen: Denn schon die Teilnahme an dem Halbfinale in Portugal ist ein historischer Erfolg für das Cronenberger Damen-Rollhockey – und gegen einen der Favoriten hielten die RSC-Cats bis zur Schlusssirene stark dagegen. Zwar ging Sanjoanense früh durch Torjägerin Martina Sad Sgro (3.) in Führung. Doch die Wichardt-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken: Defensiv stabil und taktisch diszipliniert boten sie den Gastgeberinnen Paroli und hielten die Partie offen.

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Auch nach der Pause blieb Cronenberg dran: Zwar ließen die RSC-Cats vier Minuten nach Wiederanpfiff eine zweiminütige Überzahl – nach einer Blauen Karte gegen eine Portugiesin – ungenutzt. Ebenso aber konnten auch die Gastgeberinnen kein Kapital daraus schlagen, als die Grün-Weißen nach Blau für Carlotta Molet Sabata (36.) in Unterzahl auf der Bahn standen. Sechs Minuten später erhielten die RSC-Bemühungen um den Ausgleich aber einen herben Dämpfer: Das 2:0 der Gastgeberinnen (42.) bedeutete eine Vorentscheidung.

„Super Spiel…“: RSC-Cats dran an Südeuropa-Teams
Zwar versuchte das Wichardt-Team in der Schlussphase alles, um zum Anschlusstreffer zu kommen. Es reichte jedoch nur zu Gebälk, bis zur Schlusssirene blieb es bei dem 0:2-Rückstand. Trotz des Ausscheidens: Die Dörper Cats können beim Finale am heutigen Sonntagnachmittag erhobenen Hauptes auf der Tribüne Platz nehmen. Sie haben dem Favoriten den Finaleinzug so schwer wie möglich gemacht und bewiesen, dass sie sich gegen südeuropäische Teams keineswegs verstecken müssen.

„Dieses Jahr hat es nicht sein sollen“, bilanzierte Trainerin Maren Wichardt insofern zufrieden: „Wir waren bis zum Ende dran und hatten die Chance, das Spiel zu drehen“, attestierte Wichardt stolz: „Die Mannschaft hat ein super Spiel gemacht.“ Im Finale trifft Sanjoanense heute auf das spanische Team CP Voltregà Movento Stern. Für die RSC-Damen geht es indes am morgigen Montag zurück in die Heimat.

Double-Verteidigung jetzt im Fokus
Hier warten bereits die nächsten Aufgaben: Am 24. April und 2. Mai stehen die Halbfinals um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft 2026 an – der Portugal-Trip dürfte dafür zusätzlichen Rückenwind geben. Weitere Informationen gibt es unter rsc-cronenberg.de.