07.06.2026, 15.52 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Nach 14 Jahren: Meister-Durststrecke der RSC-Löwen ist vorbei
RSC-Löwen, deutscher Rollhockey-Meister 2026: Jonas Langenohl, Leon Geisler – Marco Bernadowitz, Aaron Börkei (1), Tom Drübert, Thomas Köhler, Niko Morovic, Alexander Ober (1), Lucas Seidler (2), Daniel Strieder (3). | Foto: Michael Simon
Carlota Molet Sabater konnte am vergangenen Sonntag, 31. Mai, die zweite Meisterschaft bejubeln: Gemeinsam mit zahlreichen Mitspielerinnen der Dörper Cats, mit denen sie vor drei Wochen deutsche Rollhockey-Meisterin geworden war, drückte Carlota Molet Sabater dem Herren-Team des RSC Cronenberg bei den entscheidenden Play-off-Finals in der Glückauf-Halle in Hamm-Herringen die Daumen. Am Ende konnten die RSC-Cats gemeinsam mit den Löwen den Titelgewinn bejubeln, und Carlota feierte mit ihrem Papa, Löwen-Trainer Jordi Molet, überdies dessen erste deutsche Meisterschaft. Bis die „Schale“ nach acht Jahren von Serienmeister Herringen nach Cronenberg entführt war, wurde wohl auch in der Familie Molet gezittert.
Herringen erzwingt drittes Entscheidungsspiel
Nachdem die Löwen im Heimfinale mit 2:1 vorgelegt hatten, konnten die Germanen am Samstag ausgleichen. In einem wahren Final-Krimi behielten die Hammer knapp mit 4:3 die Oberhand – nach dem Modus „Best of Three“ erzwang der Titelverteidiger damit ein drittes Spiel. Nach torloser erster Hälfte nahm das Endspiel im zweiten Abschnitt Fahrt auf. Vor mehr als 300 Zuschauern gingen die Gastgeber fünf Minuten nach Wiederanpfiff in Führung (30.). Nach einer Blauen Karte gegen Herringen nutzten die Löwen ihre Überzahl gnadenlos aus.
Zunächst netzte Kapitän Aaron Börkei zum 1:1 ein, wenig später brachte Daniel Strieder den RSC erstmals in Führung (33.). Die Germanen wussten den Nackenschlag jedoch zu verkraften: Drei Zeigerumdrehungen später kamen sie zum 2:2 (36.). In der Schlussphase machten es die Hausherren den Löwen nach: Nach einer Blauen Karte gegen Tom Drübert gingen sie mit 3:2 in Führung, in der 47. Minute erhöhte Herringen sogar auf 4:2. Alexander Ober brachte die Cronenberger mit seinem Anschlusstreffer zwei Minuten vor der Schlusssirene zwar noch einmal auf Tuchfühlung, in den verbleibenden Minuten wollte der Ausgleich jedoch nicht mehr gelingen.
Löwen dominieren im Showdown am Sonntag
Damit kam es bereits am Sonntagnachmittag zum Showdown: Wer erneut einen Krimi an der Schachtstraße erwartet hatte, wurde überrascht. Das entscheidende dritte Play-off-Finale und damit den Meistertitel entschieden die RSC-Löwen mit einem klaren 6:2 (2:0) für sich. Vor fast 500 Zuschauern brachte Daniel Strieder das Team von Jordi Molet mit einem Doppelschlag (13./14.) in Führung. Nachdem es mit diesem Vorsprung auch in die Kabinen gegangen war, wussten die Löwen kurz nach Wiederanpfiff einen Wirkungstreffer zu setzen: Lucas Seidler erhöhte in der 29. Minute auf 3:0.
Dreierpack von Daniel Strieder
Die Hausherren kamen zwar postwendend zum 1:3, richtig spannend wurde die Partie damit aber nicht mehr. Die Löwen behielten die Gastgeber im Griff und kontrollierten die Begegnung. Verdient stellte Lucas Seidler in der 41. Minute den alten Abstand wieder her. Und die Cronenberger wussten den Deckel draufzumachen: Erst erhöhte Kapitän Aaron Börkei auf 5:1 (45.), dann machte Daniel Strieder mit seinem dritten Treffer das halbe Dutzend voll (49.) – das zweite Tor der Herringer kurz darauf hatte nur noch statistischen Wert.
Nach der Schlusssirene bejubelten die RSC-Löwen mit ihren Fans die erste Meisterschaft seit 14 Jahren und gemeinsam mit den Dörper Cats ein Rollhockey-Jahr, das an alte Glanzzeiten des RSC Cronenberg erinnert. Nachdem bereits die RSC-Damen ebenfalls die Schale und zudem auch den Pokal nach Cronenberg geholt hatten (die CW berichtete), haben die Grün-Weißen mit dem Löwen-Erfolg drei von vier nationalen Titeln eingefahren. Vielleicht möchten sie es nicht hören, doch mit ihrem Triple 2026 darf sich der RSC durchaus wieder als FCB des deutschen Rollhockeys fühlen – „Mia san mia“ gilt schließlich auch an der Ringstraße…! Mehr zum RSC ist im Netz hier zu finden: www.rsc-cronenberg.de.





