01.09.2026, 13.25 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wohnungsdurchsuchung: Schusswaffen per 3D-Drucker erstellt

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| Symbolfoto: Meinhard Koke

Durch einen Hinweis seines Arbeitgebers sind Polizei und Staatsanwaltschaft auf die Spur eines Mannes gekommen, der offenbar mithilfe von 3D-Druckern Schusswaffen hergestellt hat. Am gestrigen Montag wurde die Wohnung des 55-jährigen Wuppertalers in der Stephanstraße in der Südstadt durchsucht. Dabei fanden die Ermittler drei per 3D-Drucker hergestellte Schusswaffen, zahlreiche waffenrechtlich verbotene Bauteile sowie eine größere Menge scharfer Munition. Außerdem stellte die Polizei zehn erlaubnisfreie Waffen und zwei 3D-Drucker sicher – einer davon lief gerade beim Eintreffen der Einsatzkräfte.

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Auslöser für die Durschsuchung war eine routinemäßige Computer-Kontrolle des Arbeitgebers. Auf dem Rechner des Südstädters fanden sich heruntergeladene Dateien zum Bau von Schusswaffen. Bei einer anschließenden Kontrolle wurde zudem in seinem Spind eine scharfe Schusswaffe entdeckt. Daraufhin informierte der Arbeitgeber die Polizei.

Bislang völlig unbescholten
In der Südstädter Wohnung stießen die Ermittler zudem auf Hinweise darauf, dass der 55-Jährige in den vergangenen Jahren einen rechtsextremen Inhalt im Internet gelikt hatte. Auch eine Anstecknadel mit einem Hakenkreuzsymbol wurde sichergestellt. Bei seiner Vernehmung bestritt der Mann ein politisches Motiv für seine Bewaffnung. Laut Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert ist der Mann weder vorbestraft, noch irgendwie polizeilich in Erscheinung getreten. Da er zudem Familie und einen festen Wohnsitz hat, blieb der 55-Jährige auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen zur Motivlage und zu den genauen Umständen der Waffenherstellung dauern an. Bei einer Verurteilung wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz droht dem Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.