30.09.2026, 13.17 Uhr   |   Meinhard Koke   |   » Die CW bei Google als bevorzugte Quelle auswählen

Traditionsduell: Bochum-Altstars machten Sudberg-Oldies „nass“

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Organisator Marc Brinker, Noch-Geschäftsführer des SSV 07 Sudberg, in der „dritten Halbzeit“ des Traditionsduells gegen den VfL Bochum mit dem VfL-„Leitwolf“ Dariusz Wosz (li.) und Trainerlegende Michael „Ata“ Lameck (re.). | Foto: SSV

„…Du und dein VfL“, singt Herbert Grönemeyer in seinem Kultsong „Bochum“: „Machst mit dem Doppelpass jeden Gegner nass …“ Für die vermeintlich „Unabsteigbaren“ gilt das nicht mehr so ganz: In der 2. Bundesliga rangieren die Castroper aktuell nur im Mittelfeld. Die Allstars der Blau-Weißen indes präsentierten sich an der Riedelstraße alles andere als eine „graue Maus“: Beim Traditionsduell in der Heinz-Schwaffertz-Arena demonstrierten die von VfL-Legende Dariusz Wosz angeführten Bochumer mit einem 18:2-Kantersieg gegen die Alten Herren des SSV 07 Sudberg, dass sie noch ziemlich gut mit dem Leder umgehen können.

Ergebnis Nebensache, Fußball-Fest war die Hauptsache
Nichtsdestotrotz war das Traditionsduell für Organisator Marc Brinker und die Schwarz-Blauen „ein unvergesslicher Fußballtag“. „Das Ergebnis war nebensächlich“, befand der Sudberger Geschäftsführer, der zum vierten Mal ein Spiel gegen Legenden eines großen Klubs auf die Beine gestellt hatte. Der Wettergott erwies sich dabei als Fußball-Fan: Bei bestem Spätsommerwetter pilgerten rund 400 Zuschauer an die Riedelstraße.

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Wosz & Co. auf dem Rasen – „Ata“ Lambeck an der Linie
Während die VfL-Trainerlegende Michael „Ata“ Lameck an der Seitenlinie „auflief“, führte die „Zaubermaus“ Dariusz Wosz Altstars wie Giovanni Federico, Michael Bemben, Marco Terrazzino oder Gaetano Manno aufs Feld. Getreu der Grönemeyer-Marschrichtung machten sie ihre Gastgeber ziemlich „nass“, um im zweiten Abschnitt aber den Fuß etwas vom Gas zu nehmen und Sudberg zumindest zwei Treffer zu gönnen.

Autogramme, Selfies und lange dritte Halbzeit
Keine Fouls, herzlicher Umgang miteinander – für Organisator Marc Brinker war das Event dennoch ein Fußballfest. Zumal sich die Bochumer in der dritten Halbzeit als „mega-sympathisch“ präsentierten: Dariusz Wosz und Co. hätten sich viel Zeit für die kleinen und großen VfL-Fans genommen, fleißig Autogramme geschrieben und für Selfies bereitgestanden. Bei Essen und Trinken sowie Musik von DJ DeSchmali seien zwei VfL-Spieler sogar bis nach Mitternacht an der Riedelstraße geblieben. „Solche Tage zeigen einmal mehr, was unseren Verein ausmacht: Leidenschaft, Zusammenhalt, Ehrenamt und vor allem die Liebe zum Fußball.“

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Marc Brinker: Abschied an den Rhein
Für den SSV-Geschäftsführer schwang indes auch eine Portion Wehmut mit: Marc Brinker zieht an den Rhein nach Köln um. In Hürth wird er zukünftig an einer Fußballschule als Co-Trainer ein U13-Mädchenteam betreuen. Ob er weiterhin als SSV-Geschäftsführer im Amt bleiben kann, will Brinker in Kürze mit dem Sudberger Vorstand besprechen.

Vielleicht aber gibt es dennoch ein fünftes Traditionsduell: Die Zusage der Traditionself des 1. FC Köln hat Marc Brinker jedenfalls schon in der Tasche. Eines steht für ihn ebenfalls fest: „Mein Herz wird immer blau-schwarz schlagen und in Sudberg bleiben…“