19.05.2017, 16.20 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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CFG: Siegt Tobias Gerbracht heute bei der Jungforscher-WM?

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Nach unserer Zeit heute Abend wird Tobias Gerbracht wissen, ob er auch auch international mit seinem Projektor punkten konnte. -Foto: Jugend forscht

Gerade hatte er noch in seinem „Paradefach“ Physik die letzte Abitur-Klausur („Super gelaufen“) geschrieben, dann ging es für Tobias Gerbracht schon ab zum Koffer packen und auf nach Los Angeles: Der angehende Abiturient des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) nimmt als letztjähriger Bundessieger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ an der 68. Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) teil.

Wie berichtet, hat Tobias Gerbracht (19) einen Augmented-Reality-Projektor entwickelt, mit dem sich dreidimensionale Objekte virtuell im Raum schwebend darstellen lassen. Ebenso wie zwölf weitere „Jugend forscht“-Preisträger stellt der Fuhlrott-Gymnasiast sein preisgekröntes Projekt bis zum heutigen Freitag in der kalifornischen Metropole vor. Der internationale MINT-Schülerwettbewerb in den USA gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft der Jungforscher – insgesamt kommen hier rund 1.700 junge Wissenschaftler aus mehr als 75 Ländern zusammen.

Vier Millionen Euro Preisgelder werden ausgeschüttet

Aber bei der Intel International Science and Engineering Fair geht es nicht nur ums Dabeisein sowie um die Ehre. Der Forscher-Nachwuchs aus aller Welt wetteifert auch um stattliche Preise: Insgesamt werden in 22 naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerbskategorien Preise und Stipendien im Gesamtwert von rund vier Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Nicht nur deshalb aber ist der ISEF-Wettbewerb von einer anderen Dimension.

In Los Angeles konkurriert Tobias Gerbacht auch mit immerhin rund 60 internationalen Mitbewerbern – im Finale von „Jugend forscht“ hatte er es „nur“ mit zehn Konkurrenten zu tun. „Bundessieger ist schon Wahnsinn“, blickte Tobias Gerbracht vor seinem Abflug auf die Teilnahme: „Jugendsprachlich ausgedrückt ist das hammer-geil.“ Er freue sich darauf, seinen Projektor auf der Messe in Los Angeles einem internationalen Publikum vorstellen zu können.

 „Allein das Dabeisein ist schon was Besonderes…“

„Das ist eine tolle Chance, über die Grenzen von Deutschland hinaus Interessenten zu finden.“ Mit was für einer Konkurrenz er es zu tun bekommt, wusste der CFG-Schüler noch nicht, aber: „Zu der Science-Weltmeisterschaft kommen nur die Besten – selbst wenn ich keinen Preis gewinne, dabei sein zu dürfen, ist schon was Besonderes.“ Zumal im Anschluss an die WM-Woche noch etwas Sightseeing an der Ostküste drin ist.

San Francisco oder auch den Grand Canyon hat der CFG-Schüler im Visier – „wenn schon, denn schon…“ Mehr als ein paar Tage bleiben Tobias Gerbracht aber nicht für den US-Sonnenstaat. Die mündliche Abi-Prüfung im Fach Philosophie steht schließlich noch an – und „das ist nicht mein Ding…“, erklärt der CFG-Abiturient. Vielleicht bringt der heutige Abend ja einen Motivationsschub dafür: Dann werden bei der ISEF-Weltmeisterschaft die Sieger bekannt gegeben  – das CW-Land drückt Tobias Gerbracht dazu sicherlich alle Daumen!

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