Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.09.2017, 10.47 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Bürgerbus Cronenberg: „Hurra, Dörpi III ist da!“

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Andreas Holstein (2.v.l. vo.) mit den Sponsoren-Vertretern Peter Mettlicki (Stahlwille, li.) und Michael Niebisch (Stadtsparkasse, 2.v.r.) sowie Thomas Wolf (re.) von den Stadtwerken. Im Hintergrund freut sich das Fahrer-Team des Cronenberger Bürgerbus-Vereins mit über den neuen Bürgerbus. -Foto: Meinhard Koke

Da kam sogar die Sonne raus, als der Verein „Dörper Bus“ am vergangenen Freitag, 15. September 2017, seinen neuen Bürgerbus vorstellte (die CW berichtete bereits kurz) – fast auf den Tag genau acht Jahre nach seiner Jungfernfahrt, dem 3. Oktober 2009, ging der „Ur-Dörpi“ damit „in Rente“. Aufs Abstellgleis fuhr „Dörpi I“ jedoch nicht: Wie „Bürgerbus“-Vorsitzender Andreas Holstein bei der Vorstellung der dritten Bürgerbus-Generation berichtete, wird „die Mutter“ aller „Dörpis“ zum Wohnmobil umgebaut – um dann von Cronenberg ungleich weitere Strecken in Angriff zu nehmen.

Nachdem der Bus inzwischen 310.000 Kilometer auf dem Buckel hat, peilte der Verein bereits im vergangenen Jahr die Anschaffung eines neuen Busses an – und zwar ohne Landeszuschüsse. „Wir haben nicht im Traum gedacht, dass ein Jahr später der neue Bus hier bei uns in Cronenberg steht“, freute sich Andreas Holstein über eine Erfolgsgeschichte. Möglich gemacht wurde diese durch viel Unterstützung.

Andreas Holstein dankte der WKW-Stiftung, der Stadtsparkasse sowie den Firmen vom Cleff, Knipex und Stahlwille für ihr Sponsoring des rund 70.000 Euro teuren „Dörpi III“. Auch die Unterstützung der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und der niederländischen Umbaufirma VDL vergaß der „Dörper Bus“-Vorsitzende nicht. „Diese Firmen haben gezeigt, dass sie unsere Idee, besonders ältere Leute mobil zu machen, unterstützen und wir uns auf den Zusammenhalt im Dorf verlassen können“, dankte der Bürgerbus-Chef: „Alles lief wie am Schnürchen – unsere Fahrgäste werden sich sicher in dem Neuen wohlfühlen.“

Zumal: „Dörpi III“ verfügt über einen Extra-Abstellplatz für einen Rollator – also noch mehr Komfort für die meist älteren Fahrgäste, bei weiterhin acht Sitzplätzen. Aber auch die Bürgerbus-Fahrer zeigten sich begeistert: „Der lässt sich gut fahren“, lobten Klaus Jacobs, Jürgen Seute, Klaus Troost und Bernd Obermeier auch die neue Rückfahr-Kamera: „Schön – eben wie ein Mercedes ist.“ Ein Gerangel darum, wer „Dörpi III“ fahren darf, so versicherten die Fahrer, werde es aber nicht geben: Der Fahrer-Plan werde dafür sorgen, dass in jeder Woche ein anderer am Steuer des neuen Bürgerbusses Platz nehmen dürfe – „und außerdem ist und bleibt das ja ein Dienstwagen“, zeigte sich das Bürgerbus-Quartett ganz praktisch.

Wer den neuen Cronenberger Bürgerbus antesten möchte: Seit dem vergangenen Samstag dreht „Dörpi III“ seine Runden durchs Dorf. Am morgigen Samstag wird der Mercedes-Sprinter von 9 bis 12.53 Uhr unterwegs sein – steigen Sie ein. Mehr Infos online unter www.doerper-bus.de.