16.01.2018, 18.41 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Baustellen: Auch 2018 geht die „Buddelei“ munter weiter

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War zunächst ein „Sorgenkind“, kommt aber nun wieder in den ursprünglichen Zeitplan: die Baustelle Cronenfeld. Archivfoto: Meinhard Koke

Alles neu macht nicht 2018, auch im neuen Jahr werden Dauerbaustellen das Leben der Dörper (Autofahrer) begleiten – ob im Cronenberger Norden, in Cronenfeld oder in Berghausen, überall werden Straßenbaumaßnahmen (die CW berichtete) fortgesetzt beziehungsweise begonnen. Etwas Licht am Ende des Tunnels ist an der laufenden Baustelle Hauptstraße in Sicht: Ende März sollen die neuen Kanäle für das Postverteilzentrum und weitere Ansiedlungen am Bahnübergang verlegt sein.

Projektleiter Martin Sommerauer von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) weiß, dass die Cronenfelder Kanal-Baustelle einen schlechten Start hatte: Die bestellten Kanalschächte zu spät da, der Fels im Untergrund fester als gedacht, zudem Probleme mit der Abwasserkanalisation – „da war der Wurm drin“, räumt Mathias Sommerauer ein, dass die Baufirma zunächst einiges unterschätzt habe. Aber: „Das ist jetzt Vergangenheit, es läuft jetzt“, glaubt der WSW-Projektleiter, dass der Zeitverlust wettgemacht werden kann.

Cronenfeld/Hastener Straße: Bis zum November
In einem Rutsch werden jetzt nämlich die Leerrohre für die 10-kV-Leitung mitverlegt. Dadurch zieht sich der Baustellenkäfig in Cronenfeld zwar in die Länge, aber drei Monate Verzug können so aufgeholt werden – „dann sind wir wieder im Zeitplan“. Wie es anschließend weitergeht, ist noch nicht abschließend geklärt. Im zweiten Abschnitt wird voraussichtlich die Kanalisation im oberen Abschnitt der Hastener Straße erneuert, eventuell wird aber auch der kniffelige Kreuzungsbereich vorgezogen. Ob so oder so, auf der Hastener Straße wird auf jeden Fall in zwei Kolonnen gearbeitet, sodass die Arbeiten hier schneller voran gehen sollen – im November soll im Bereich Cronenfeld alles fertig sein.

Hahnerberger Straße: Bis Ende 2019
Nach Plan läuft die Baustelle Hahnerberger Straße: Bis März/April soll die marode Gasleitung zwischen den Einmündungen Hipkendahl und Rennbaumer Straße sowie die 4-kV-Stromleitung verlegt sein. Dann allerdings wird das nächste „Fass“ an der Hahnerberger Straße aufgemacht: Ab April wird vom erneuerten Umspannwerk Hahnerberg an der Aral-Tankstelle bis zur Shell-Tankstelle eine 4×10-kV-Leitung sowie eine 110-kV-Leitung (für das Müllheizkraftwerk) verlegt.Damit dafür nicht die Kreuzung Hahnerberg aufgemacht werden muss, verhandeln die Stadtwerke mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW über eine Trasse, die neben der ehemaligen Kirche Hahnerberg durch die Parkanlage Am Trübsal führen würde.

Mit der Fertigstellung der Stromtrasse rechnen die WSW für Dezember. Damit wird an der Hahnerberger Straße aber nicht Schluss sein: Zwischen Aral- und Shell-Tankstelle müssen zudem Gas- und Fernwärme-Leitungen verlegt werden. Diese Maßnahme ist von Frühjahr bis Ende 2019 geplant, wobei die Stadtwerke in 150-Meter-Abschnitten arbeiten wollen. Während der Bauphasen für die Stromleitung beziehungsweise die Gas- und Fernwärmeleitungen spielen die WSW mit dem Gedanken, eine Einbahnstraßenregelung einzurichten und eine Richtung des Verkehrs über die Theishahner Straße umzuleiteten – hinter diesem Plan stehen aber noch Fragezeichen, betont Mathias Sommerauer. Keine Frage ist indes, dass die Baustellen-Zeit damit noch nicht zu Ende sein wird. Schließlich plant auch die Stadt Großes in Cronenberg.

Berghauser Str. / Hauptstr. / Lindenallee: Bis ins Jahr 2021
Zunächst von April bis August erhält die Berghauser Straße einen neuen Fahrbahnbelag. Nun übrigens sogar bis zur Einmündung Rather Straße, die Rathausstraße wurde dafür aufgegeben. Im nächsten Jahr kommt dann die Hauptstraße an die Reihe: War zuvor ab Bahnübergang geplant, so wird sie nun von März bis August 2019 schon ab der Kreuzung Cronenfeld bis in die Ortsmitte erneuert – übrigens ebenfalls mit Flüsterasphalt.

Da die Lindenallee dazu als Unfahrungsstrecke genutzt werden soll, kommt diese am Schluss an die Reihe: Voraussichtlich ab 2020 werden Stadtwerke und Stadt hier zu tun haben – für etwa ein Jahr, neue Fahrbahn inklusive. „Die Cronenberger sollen wissen, dass danach aber alles anders aussieht – dann ist alles neu!“, verspricht Mathias Sommerauer, dass die Zeit der Groß-Baustellen ab 2021 ein Ende haben wird…

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