Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

23.02.2018, 13.29 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Schöne Aussichten! Wird die Fernwärme-Trasse eher fertig?

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Vor Beginn der kommenden Heizperiode 2018/19 wollte man im Frühherbst ans Netz gehen, läuft alles weiter nach Wunsch, wird die Fernwärmetrasse Süd-West etwa ein halbes Jahr eher fertig. Wenn das mal keine gute Baustellen-Nachricht ist: Falls alles glatt läuft, kann die 3,2 Kilometer lange Fernwärme-Leitung vom Müllheizkraftwerk Korzert zum Viehhof in Elberfeld bereits Ende Mai in Betrieb gehen. „Das ist aber noch nichts Verbindliches“, betont Projektleiter Gerhard Daun von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) zwar auf CW-Nachfrage.

Dennoch: Dass ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von immerhin rund 40 Millionen Euro nicht nur pünktlich, sondern sogar frühzeitig fertig werden könnte, das wäre doch was. Zumal: Auch bei den Baukosten, welche sich WSW und Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) teilen, soll die Trasse im Plan bleiben. Nachdem Mitte 2016 der symbolische erste Spatenstich für das Millionen-Projekt gesetzt wurde, neigt sich für die Anwohner im Bereich Küllenhahn/Friedrichsberg die Zeit des Baulärms und der Sperrungen allmählich dem Ende entgegen. Die Arbeiten entlang der Theishahner und Küllenhahner Straße sind so gut wie abgeschlossen, im Dürrweg und in der Straße Korzert werden derzeit die letzten der üppigen Spezialrohre gelegt. Bereits Ende März könnte die Trasse fertig verlegt sein.

Bevor die erste Fernwärme von der Korzert ins Tal geschickt werden und das Heizkraftwerk Elberfeld abgeschaltet werden kann, muss die Leitung allerdings noch final kalibriert und durchgetestet werden. Erst wenn die Testläufe erfolgreich abgeschlossen worden seien, so betont WSW-Sprecher Holger Stephan, könne es zu einer Wiederfreigabe des Dürrwegs kommen: „Wenn wir etwas freigeben können, tun wir das aber auch sofort“, verspricht der WSW-Sprecher den Anwohnern, die seit April letzten Jahres mit der Sperrung ihrer Straße leben müssen.

Zu Verzögerungen war es hier gekommen, weil der Bau des Nahwärmenetzes Friedrichsberg – anders als erhofft – völlig neu ausgeschrieben werden musste. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass der Dürrweg bereits seit September 2017 wieder frei sein sollte.