Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.03.2018, 17.49 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kaltluft-Sporthalle am „Süd“: „Sie haben unsere Unterstützung“

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Auf Einladung von Iris Bovenkamp (3.v.l.), Steffi Ernst (mi.) und Yvonne Sülzer moderierte der Grünen-Ratsherr und Sportausschuss-Vorsitzende Peter Vorsteher (re.) das Infotreffen mit Politik und Sportvereinen. Mit dabei waren auch die Schulleiter Reinold Mertens (CFG, li.) und Hartmut Eulner (FBR). -Foto: Meinhard Koke

„Ein schmales Konzept ist zielführend“, sagte FDP-Sportpolitiker Gérard Ulsmann zu der Idee aus der Elternschaft des Schulzentrums Süd, auf dem Gummiplätze-Areal am Jung-Stilling-Weg eine Kaltluft-Sporthalle zu errichten (die CW berichtete). „Schmal“ wäre eine solche Halle: Ohne Sanitäranlagen und Heizung ausgestattet könnte sie für unter einer Million Euro errichtet werden – das hat „Charme“, denn eine Dreifach-Sporthalle schlüge mit immerhin etwa drei Millionen zubuche.

Ganz „schmal“ sollte die Halle aber nicht werden, erläuterten die Eltern-Vertreter Steffi Ernst, Iris Bovenkamp und Yvonne Sülzer am Dienstagabend bei einem Treffen mit Vertretern von Sport-Politik, Sportvereinen sowie von Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) und Friedrich-Bayer-Realschule (FBR): Mit Wänden und abschließbar müsse sie sein, um die Halle an dem beliebten Jugendtreff vor Vandalismus-Schäden zu schützen. Bei der vom Sportausschuss-Vorsitzenden Peter Vorsteher (Grüne) moderierten Info-Veranstaltung begrüßten nicht nur die Vertreter von Cronenberger SC, SSV Germania 1900, Cronenberger TG oder des Ski-Clubs Cronenberg und des Leichtathletik-Zentrums Wuppertal (LZW) einhellig den Kaltluft-Sporthallen-Vorschlag.

„Wenn das Schulzentrum größer wird, brauchen wir hier weitere Sportstätten…“

Auch die Leiter von CFG und FBR betonten den Bedarf der beiden Schulen nach einer solchen Halle.Schon jetzt seien die Möglichkeiten für den Sportunterricht knapp. Wie solle das erst werden, wenn im Zuge der Wiedereinführung des G9-Abiturs und der von der Stadt angepeilten Erweiterung des Schulzentrums insgesamt rund 360 Schüler mehr am „Süd“ zur Schule gingen? „Wenn die Verwaltungspläne umgesetzt werden, dann müssen wir hier zusätzliche Sportstätten haben“, forderte FBR-Chef Hartmut Eulner unmissverständlich.

Ob Peter Hartwig (SPD), Ex-Vorsitzender des Sportausschusses, FDP-Sportpolitiker Gérard Ulsmann oder CDU-Ratsherr Mathias Conrads, Vorsitzender des Vohwinkeler STV und Mitglied des Sportausschusses – alle anwesenden Politik-Vertreter räumten nicht nur diesen Bedarf ein. Sie zeigten sich auch vorsichtig optimistisch, dass die „Schmal-Option“ einer Kaltluft-Sporthalle Realisierungschancen habe. „Das schmale Konzept ist zielführend“, befand Gérard Ulsmann und Mathias Conrads bekräftigte: „Eine Kaltluft-Sporthalle unterstützen wird gerne.“

Cronenberger Sportvereine: Gemeinsam für Fördergelder?

Auch Peter Hartwig machte Mut: „Daran sollten Sie arbeiten“, sagte der Sportpolitiker auch mit Verweis darauf, dass die FBR nun NRW-Sportschule ist: „Über alle Parteigrenzen hinweg sollten wir versuchen, über die Landesebene an Fördergelder zu kommen.“ Friedhelm Bursian hatte zudem einen praktischen Vorschlag. Die Südhöhen-Vereine sollten sich zusammenraufen, um gemeinsam an Fördergelder und/oder Kredite zum Beispiel des Landessportbundes zu kommen und so einen Eigenanteil für die Kaltluft-Sporthalle stemmen zu können.

Bursian weiter: „Sie haben unsere Unterstützung in jeglicher Hinsicht“, sagte der Geschäftsführer des SSV Germania 1900 den Elternvertretern von FBR und CFG zu.