20.03.2019, 20.28 Uhr   |   Andreas Schmidt   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Geplante Seilbahn: Die Meinung der Wuppertaler zählt im Mai

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Wuppertals Chefstatistiker Oliver Pfumfel. – Foto: Andreas Schmidt

„Graf Zahl“ aus der „Sesamstraße“ und Oliver Pfumfel aus dem Wuppertaler Rathaus teilen eine Leidenschaft: Sie zählen für ihr Leben gern. Während besagter Plüsch-Vampir aus dem Kinderfernsehen mit teils skurrilen Spielen Kindern ein Gefühl für Zahlen vermitteln möchte, sind die des Oliver Pfumfel durchaus greifbarer – er ist bei der Stadtverwaltung der Abteilungsleiter für das Ressort Wahlamt und Statistik.

In seinem Beruf hat er schon oft mit abenteuerlichen Zahlen jong­liert, doch jetzt erwartet ihn eine neue Aufgabe: Zum ersten Mal organisiert der pfiffige Statistiker eine Bürgerbefragung. Es geht um die geplante Seilbahn vom Hauptbahnhof zum Schulzentrum Süd auf Küllenhahn. Gut 270.000 Wahlberechtigte werden Anfang Mai 2019 parallel zum Versand der Unterlagen für die Europawahl Post aus dem Rathaus bekommen, um zu entscheiden, ob sie für oder gegen die geplante Seilbahn sind (die CW berichtete).

„Dabei geht es um eine freiwillige Befragung der Bürger“, betont Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke. Eine Wahlurne wird es nicht geben, wie Wuppertals Chef-Statistiker im Gespräch mit der CW verrät: „Das Prinzip ähnelt dem Verfahren bei einer Briefwahl, teilnehmen können alle Wuppertaler ab 16 Jahren, die auch an der Europawahl teilnehmen dürfen.“

Das Verfahren ist einzigartig, denn alleine die pünktliche Zustellung an alle 270.000 Berechtigten sei eine Herausforderung. „Die Aktion wird sicher mehrere tausende Anrufe im Service-Center hervorrufen“, schmunzelt Oliver Pfumfel, der auf die Resonanz der Wuppertaler gespannt ist, die „sicher von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich ausfallen wird.“ So sei damit zu rechnen, dass sich Bürger aus Cronenberg, Ronsdorf und Elberfeld öfters zu Wort melden werden als beispielsweise Menschen aus Langerfeld.

Das Ergebnis soll dann am Abend des 26. Mai 2019 vorliegen. Ausgezählt wird ganz analog in der Unihalle. Daran wird Wuppertals „Graf Zahl“ sicher auch seine wahre Freude haben, wo er doch Zahlen über alles liebt…

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