22.05.2019, 21.20 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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125 Jahre Kohlfurther Brücke: „Friedchen“ in neuem Glanz

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Stellten den „gelifteten“ Pinguin „Friedchen“ wieder an der Brücke auf: Rolf Tesche, Wolfgang Wandel und Ingo Smalakies (v.l.). | Foto: Meinhard Koke

Unterstützt von den Firmen Malerbetrieb Tesche und Gisbert Krämer haben Wolfgang Wandel, Mitbegründer der damaligen „Bürgerinitiative Kohlfurther Brücke“ (BiKB), und Künstler Karl-Heinz Dickinger dem Brücken-Pinguin „Friedchen“ in den letzten Monaten von Grund auf einen neuen Anstrich verpasst. Der Pinguin wurde von der Bürgerinitiative im Rahmen der „Pinguinale 2006“ aus Spenden an der Wupper-Querung aufgestellt.

Die damals marode Brücke war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr gesperrt und sollte durch einen schlichten Holzbau ersetzt werden. Dagegen setzten sich Matthias Marsch und Wolfgang Wandel mit der Gründung der BiKB erfolgreich zur Wehr, sodass für rund eine Million Euro schließlich ein historisierender Neubau des Denkmals erreicht werden konnte. Dieser wurde am 8. Mai 2010 eingeweiht.

„Friedchen“: Erinnerung an frühere Kohlfurther Gastwirtin

„Friedchen“, der Name des Brücken-Pinguins, erinnert an Elfriede Gröll. Die Wirtin des damaligen „Wuppertaler Hofs“ war zwar keine Straßenbahn-Schaffnerin, aber verkaufte in ihrer Kohlfurther Gaststätte Fahrkarten für die frühere Linie 5 zwischen Wuppertal und Solingen – nicht zuletzt weil sie bei Aufstellung die älteste Kohlfurther Bürgerin war, wurde Elfriede Gröll zur Namens-Patin für den Brücken-Pinguin.

Brücken-Pate Wolfgang Wandel (vo. re.), CHBV-Chef Rolf Tesche (vo. li.) und Mitstreiter Ingo Smalakies (re.) sowie die BMB-Ehrenamtlichen Hans-Peter Theis (hi. mi.) und Uwe Dietrich (hi.) freuen sich, dass der Brücken-Pinguin „Friedchen“ zurück am Kohlfurther Wupper-Strand ist. -Foto: Meinhard Koke

Brücken-Pate Wolfgang Wandel (vo. re.), CHBV-Chef Rolf Tesche (vo. li.) und Mitstreiter Ingo Smalakies (re.) sowie die BMB-Ehrenamtlichen Hans-Peter Theis (hi. mi.) und Uwe Dietrich (hi.) freuen sich, dass der Brücken-Pinguin „Friedchen“ zurück am Kohlfurther Wupper-Strand ist. -Foto: Meinhard Koke

CHBV-Chef Rolf Tesche warf in seiner kurzen Ansprache zur Wiederaufstellung des „Friedchens“ sowie zum 125-jährigen Brücken-Jubiläum aber nicht nur einen Blick zurück auf die wechselvolle Geschichte oder auch den Beinahe-Abriss der Brücke vor rund 15 Jahren. Bei einem zünftigen Bergischen Landbier unterstrich der Vorsitzende des Bürgervereins, welcher mittlerweile von der Bürgerinitiative die „Patenschaft“ für die Brücke übernommen hat, die breite Unterstützung für den Erhalt des Denkmals.

Dank an Cronenberger Firmen

So konnten die rund 10.000 Euro für die stimmungsvolle Beleuchtung der Brücke durch viele Spenden aus der Bevölkerung sowie aus der Unternehmerschaft finanziert werden. Zudem würdigte CHBV-Chef Tesche das Engagement der Firmen Berger Maschinenfabrik und Tigges, welche sich bereit erklärt haben, die alljährlichen Kosten in Höhe von immerhin 2.500 Euro für die Illuminierung zu übernehmen. Am schmucken „Brückenpark“, wo das „Friedchen“ nun sein „Comeback“ feierte, dankte der Bürgervereinschef zudem den Gartenbaufirmen Schmitt und Mechler: Obwohl am fernen Küllenhahn ansässig, pflegen beide Unternehmen die Grünanlagen an der Brücke – und zwar nicht nur beim „Friedchen“ auf der Wuppertaler Seite, sondern auch auf der „schäl Sick“, sprich am Solinger Wupperufer.

Oder verhält sich das mit der „schäl Sick“ in der Kohlfurth umgekehrt…? Ein kurzes CW-Video von der „Friedchen“-Wiederaufstellung, das auf der Facebook-Seite der CW abrufbar ist, gibt die Antwort auf die brisante Frage, die nicht nur Köln, sondern auch die Kohlfurth beschäftigt…

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