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31.07.2019, 16.29 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Hahnerberger Straße: Baustellen-Start nun im September 2019

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Bürgervereinsvorsitzender Michael Ludwig mit Bernd Zarges, dem Stadtwerke-Bauleiter der Arbeiten auf der „Hahnerberger“. | Foto: Meinhard Koke

Enttäuscht zeigte sich Bürgervereinsvorsitzender Michael Ludwig: Nur wenige Interessierte kamen zu dem Infoabend, welchen der Küllenhahner Bürgerverein kürzlich zur bevorstehenden Großbaustelle auf der Hahnerberger Straße anbot. Wie die CW berichtete, wird diese im Zuge der auf ein Jahr veranschlagten Gesamtarbeiten für etwa vier Monate zu einer Einbahnstraße.

Der Verkehr in Richtung Cronenberg wird dabei ab dem Kreuz Hahnerberg über die Küllenhahner und Theishahner Straße zurück auf die Hahnerberger Straße umgeleitet – es kommt also einiges an Unannehmlichkeiten auf die Bewohner im Dörper Norden beziehungsweise die Nutzer der „Hahnerberger“ zu. Umso mehr wunderte sich Michael Ludwig über das geringe Interesse an dem Infoabend: „Da macht man was, aber kaum einer kommt – sonst beschweren sich die Leute vielfach, dass sie nicht informiert werden.“

Zumal der Abend zwar keine grundlegenden Neuigkeiten zu dem Baustellen-Projekt brachte. Aber Bernd Zarges von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) hatte doch ein paar Veränderungen zu den ursprünglichen Plänen, die in der April-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg vorgestellt worden waren, im Gepäck. Die vielleicht Wichtigste: Die Arbeiten können nicht mehr im Sommer starten, mit dem ersten Bauabschnitt soll nun im September begonnen werden.

Grund für die Verzögerung sind Probleme bei den Kopfstellen für die Gashochdruck- beziehungsweise die 110-kV-Starkstrom-Leitung, die erst in diesen Tagen fertig werden, sowie der Boom auf dem Bausektor.

Theishahner Straße: Aufstellfläche für Lkw geplant

Eine Veränderung gibt es auch beim ersten Bauabschnitt: Die dabei von der Theishahner in die Hahnerberger Straße zu verlegende Fernwärme-Leitung, deren Ringschluss im dritten Abschnitt in der Jägerhofstraße enden wird, soll nun bereits vor der dortigen Shell-Tankstelle die Theishahner Straße kreuzen. Ursprünglich sollten die Fernwärme-Rohre über die Kreuzung Theishahn geführt werden. Zwar werden die Verkehrsinseln und ein großer Lichtmast dennoch an der Kreuzung abgerissen, damit der Verkehr jeweils einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden kann. Dadurch bleiben aber die Linksabbiege-Möglichkeiten von der Theishahner in die Hahnerberger Straße und umgekehrt weiter möglich.

Zudem neu: Für Lkw, die vor allem die Firma WKW andienen wollen, wird in Fahrtrichtung Cronenberg im Abschnitt zwischen der L418-Abfahrt und der Tankstelle auf der Theishahner Straße eine Aufstellfläche eingerichtet. Über einen zu bauenden Durchstich des Mittelstreifens sollen die Lkw dann auf das WKW-Werkgelände gelangen können. Nicht deswegen aber ist ein zweispuriges Rechtsabbiegen aus der Theishahner in die Hahnberger Straße vom Tisch. Das sei verkehrlich nicht möglich, unterstrich Bernd Zarges, die Theishahner Straße könne nur zwischen der Einmündung Küllenhahner Straße bis zu der Lkw-Standfläche zweispurig in Richtung Cronenberg sein.

Nach Verkehrszählung: „Das funktioniert!“

Im Zuge des zweiten Einbahnstraßen-Bauabschnittes wird auch die Bushaltestelle Hahnerberg verlegt: Die Linienbusse in Richtung Cronenberg fahren dann in Höhe der Aral-Tankstelle auf der Küllenhahner Straße ab. Durch die Aufstellung von Halteverbotsschildern soll gewährleistet werden, dass der Verkehr nach Cronenberg/Küllenhahn reibungslos fließen kann. An der Einmündung Küllenhahner/ Theishahner Straße seien darüber hinaus keine Veränderungen notwendig: Verkehrszählungen hätten ergeben, dass die Umleitung leistungsfähig genug sei: „Das funktioniert“, so Bernd Zarges. Allerdings: Ein Knackpunkt werde der Abschnitt zwischen L-418-Ausfahrt und Kreuz Theishahn sein.

Im Anschluss: „Ruhe“ auf der Hahnerberger Straße

Dennoch: Wenn es eine andere Möglichkeit als die Einbahnstraßen-Regelung geben würde, „hätten wir sie gemacht“, unterstrich WSW-Experte Zarges: „Aber es gibt keinen Plan B.“ Immerhin: Wenn die Großbaustelle erledigt sei, dann müsste auf der „Hahnerberger“ Ruhe sein, ließ der Stadtwerke-Bauleiter auf Nachfrage durchblicken. Dass das zum Beispiel auch für die Jägerhofstraße gelten würde, das wollte Bernd Zarges aber nicht bestätigen – aber auch nichts Näheres sagen…