Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

10.12.2019, 16.34 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ausgeträumt! Keine Rede mehr von Dörper Sporthallen-Neubau

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Ist frustriert, dass der seit Jahrzehnten diskutierte und offenbar auch zugesagte Bau einer neuen Sporthalle in Cronenberg weiterhin nicht in Sicht ist: Peter Stroucken, der Vorsitzende des RSC Cronenberg und des Stadtsportbundes Wuppertal. | Foto: privat

Seit Jahrzehnten fordern Cronenberger Sport und Politik eine zusätzliche Sporthalle im Bereich Ortsmitte. Ebenso lange wurden sie von der Stadt stets aufs Neue vertröstet. Nachdem der zuletzt dafür anvisierte Standort Unterkirchen dem Bau des heutigen Einkaufszentrums „geopfert“ wurde, rückte das Schul-Areal an der Berghauser Straße als letzte mögliche Stadt-Fläche im Bereich Ortsmitte in den Fokus. Klar, dass das Thema „Sporthalle“ also auch am 21. November beim Diskussionsabend zu dem Berghauser Schul-Standort auf den Tisch kam.

Mit Peter Stroucken ergriff einer der engagiertesten Sportfunktionäre Cronenbergs wie ganz Wuppertals an dem Abend das Wort im „Cronenberger Festsaal“. Der Präsident des RSC Cronenberg und Vorsitzende des Stadtsportbundes sowie jahrzehntelange Top-Funktionär des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes (DRIV) auf Bundes- und NRW-Ebene berichtete, dass er seit mittlerweile 1965 Gespräche für eine Dörper Sporthalle geführt habe – also seit fast 55 Jahren.

Sporthalle: Mittel von der Stadt für 2020 versprochen

Im Jahre 2015 habe ihm der zwischenzeitlich verstorbene Sportamtschef schließlich versprochen, dass die Mittel dafür in den Haushalt 2020 eingestellt würden – jetzt sei aber davon aber nichts im Haushaltsentwurf 2020/21 zu finden: „Ich lebe für den Sport in Wuppertal und Europa – ich bin enttäuscht“, zeigte sich Peter Stroucken geradezu resigniert. Auf dem Podium herrschte daraufhin zunächst (betretene) Stille im Kreis der Ratspolitiker, niemand der Polit-Vertreter wollte offenbar zum Mikrofon greifen.

Schließlich brach Oberbürgermeister Andreas Mucke den Bann: Es gebe keinen Ratsbeschluss, keine Planungen und kein Grundstück, auch seien in der Vergangenheit keine Mittel für eine Cronenberger Sporthalle abgestellt worden, nahm Mucke damit indirekt auch seine beiden Vorgänger Hans Kremendahl (SPD) und Peter Jung (CDU) in die Pflicht – die Ernüchterung im „Cronenberger Festsaal“ war geradezu greifbar.

Immerhin: OB Mucke verstieg sich nicht in (offensichtlich nicht haltbare) neuerliche Versprechungen…