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22.11.2019, 10.01 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Berghauser Schule: Rappelvoller Festsaal bei Diskussionsabend

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Zahlreiche Interessierte füllten bei dem Diskussionsabend der Cronenberger Bürgervereine zum Thema „Berghauser Schule“ den „Cronenberger Festsaal“. | Foto: Meinhard Koke

Einen Erfolg konnten die vier Cronenberger Bürgervereine auf jeden Fall verbuchen: Der „Cronenberger Festsaal“ platzte fast aus allen Nähten, als „Die Cronenberger“ am gestrigen Donnerstagabend, 21. November 2019, zum Diskussionsabend zur Zukunft des Standortes Berghauser Schule luden. Wie vielfach berichtet, gibt es geradezu eine Zündstoff-Gemengelage um das Areal an der Berghauser Straße 45.

Die Stadt hat das denkmalgeschützte Gebäude derart „bescheiden“ instand gehalten, dass sich die Sanierungskosten auf etwa acht Millionen Euro belaufen sollen – es soll daher verkauft werden. Dass die neue Feuerwache Cronenberg auf dem Schulgrundstück enstehen soll, ist zwar unstrittig. Dass der Neubau aber ohne Wohnungen für Wehrleute realisiert werden soll, dagegen gibt es massiven Widerstand. Nicht zuletzt hofft man in Cronenberg, dass auch eine Sporthalle auf das Schulgrundstück am Lenzhaus passt. Bei der Stadt ist aber keine Rede davon.

Bei dem von Jan-Lukas Kleinschmidt moderierten Diskussionsabend der Bürgervereine kam all das auf den Podiumstisch, der mit Ratsvertretern und nicht zuletzt OB Andreas Mucke, Feuerwehrchef Ulrich Zander und Guido Blass, dem Sprecher der freiwilligen Wehren Wuppertals, prominent besetzt war. Der Zustand des Denkmals perlte zwar an den Politikern ab: Mutwillig verkommen habe die Stadt das Denkmal ganz bestimmt nicht, lautete der Tenor. Vielmehr habe die Stadt nicht genug Geld, um alles zu tun, müsse man Prioritäten setzen – da sei es an der Berghauser Straße halt zu einem Sanierungsstau gekommen…

Unter der Moderation von Jan-Lukas Kleinschmidt (mi.) stellten sich neben Oberbürgermeister Andreas Mucke (4.v.li.) sowie Feuerwehrchef Ulrich Zander (3.v.li.) auch Vertreter von Ratsparteien Dörper Fragen zur Zukunft des Schul-Standortes an der Berghauser Straße. | Foto: Meinhard Koke

Unter der Moderation von Jan-Lukas Kleinschmidt (mi.) stellten sich neben Oberbürgermeister Andreas Mucke (4.v.li.) sowie Feuerwehrchef Ulrich Zander (3.v.li.) auch Vertreter von Ratsparteien Dörper Fragen zur Zukunft des Schul-Standortes an der Berghauser Straße. | Foto: Meinhard Koke

Ein „Aufgemerkt“ am Podium war indes zum Thema „Wohnungen für die FFC-Wache“ zu vernehmen. Zumal Feuerwehrchef Ulrich Zander einräumte, dass Wohnungen für die Gewährleistung des Brandschutzes in Cronenberg sinnvoll wären, Freiwilligen-Sprecher Blass forderte, dass man den Fehler der Feuerwache Hahnerberg (ohne Wohnungen) nicht wiederholen dürfe, schien ein Umdenken bei den Polit-Vertretern erkennbar.

Zumal Hans-Joachim Donner vom Förderverein der Feuerwehr Cronenberg einen flammenden Appell los ließ: Donner machte anschaulich deutlich, dass eine Wache ohne Wohnungen besonders nachts bei Einsätzen Minuten kosten könnte – Minuten, die über Tod und Leben entscheiden könnten. Da schien es auf dem Podium „Klick“ gemacht zu haben. OB Mucke stellte zwar klar, dass die Stadt keine Wohnungen bauen würde. Mucke sagte aber zu, dass man Überlegungen anstellen wolle, wie Wohnungen für Wehrleute an der künftigen Feuerwache Cronenberg realisiert werden könnten.

Als der souveräne Moderator Jan-Lukas Kleinschmidt die Podiumsdiskussion nach rund zweieinhalb Stunden schloss, gingen manche Zuhörer zumindest in Sachen „Feuerwehr“ vielleicht mit ein wenig mehr Hoffnung nach Hause… Den ausführlichen Bericht zu der gestrigen Veranstaltung lesen Sie kommende Woche in der gedruckten Ausgabe der CW.

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