Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

27.05.2020, 19.52 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

40 Jahre „Salva“ im Dorf: „Mach’ uns noch lange glücklich…!“

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„Kleiner Italiener“, wie er sich selbst nennt, ganz groß: Der Wuppertaler Kult-Eismann Salvatore „Salva“ Morreale inmitten seines Teams von „Eis Meran“. | Foto: Meinhard Koke

Wie berichtet, feierte Salvatore „Salva“ Morreale in der vergangenen Woche Jubiläum: Seit 40 Jahren ist der Kult-Eismann in Cronenberg tätig. Eigentlich wollte „Salva“ das mit einer Einladung zu „frei Eis“ in die Eis-Manufaktur von „Eis Meran“ an der Küllenhahner Straße gemeinsam mit seinen kleinen und mittlerweile groß gewordenen Fans feiern. Aufgrund der Corona-Beschränkungen ging das aber nicht, daher lud „Salva“ mit Kugel-Preisen wie (fast) vor 40 Jahren zum Mitfeiern ein.

Am 20. Mai 2020 konnte man an allen roten Eis-Flitzern der „Eis Meran“-Flotte sowie dem Eiswagen am Entree zum Rigi-Kulm-Center auf Abstand die Kugel Salva-Eis für nur 50 Cent genießen. Dass seine Dörper Fans gerne mitfeiern würden, ließen schon die Kommentare zu unserem Jubiläums-Bericht auf der Facebook-Seite der CW ahnen: Einen „Herzlichen Glückwunsch“, postet zum Beispiel Conny Hilbertz verbunden mit dem Wunsch: „Mach‘ uns alle noch lange glücklich mit dem besten Eis der Welt und deiner liebevollen Art.“ Birgit Wilhelm beglückwünschte „Salva“ nicht nur, sondern wünschte sich auch, dass der beliebte Eismann das „50-Jährige“ anpeilt – „auf das wir noch lange unsere Lili Marleen hören können…“

Salva-Erinnerung an Kindertage: „Noch eine Kugel Eis und dann ins Bett…“

Während Sandra Twinny dem kleinen Eismann mit dem großen Herzen attestierte, dass er der „beste Mann“ sei, wurden bei Andrea Sandkühler und Andrea Müller-Offel Erinnerungen wach: Schon als Kinder seien sie immer an den Eiswagen gerannt. Wenn im Frühjahr erstmals „Salvas“ „Lili Marleen“-Erkennungsmelodie erklang, sei der Winter vorbei gewesen, und im Sommer hätte sie immer so lange draußen spielen dürfen, bis „Salva“ kam: „Jeder hatte seine 30 Pfennige dabei. Dann gab es eine Kugel Eis und danach ab ins Bettchen…“

„Da war ich gerührt“: Geburtstagsständchen und Glas Marmelade

Nach so vielen virtuellen „Liebeserklärungen“ durften sich Salvatore Morreale und seine Mitarbeiter am Jubiläumstag aber auch analog „geherzt“ fühlen: Am Küllenhahner Eislabor hatten Fans die Zahl „40“ in Form von großen silbernen Luftballons angebracht, es „hagelte“ Karten und Blumen an den Meran-Flitzern – „ich brauche jetzt keinen Wein mehr“, freut sich „Salva“ über die vielen Präsente seiner Fans. Stellvertretend für „Salva“ durfte sich „Eis-Fee“ Adriana am Sudberg freuen: Hier erklang das Ständchen „Zum Geburtstag viel Glück“, obendrauf gab es noch ein Glas selbst gemachter Marmelade – „als ich das hörte, war ich richtig gerührt.“

Ebenso zeigt sich der Kult-Eismann davon beeindruckt, dass zum Beispiel Renault Dziewas eine Spende in Salvas Sammelbox für „Kindertal“ steckte, und auch viele, viele Bitten zum Weitermachen bereiteten ihm Freude: „Da kamen mir die Tränen.“ Auch wenn er nicht wie gedacht feiern konnte, am Ende des Jubiläumstages hatte Salvatore Morreale Corona „ein Schnippchen“ geschlagen: „Es war schön, ich bin glücklich!“

Wer weiß, wenn die Pandemie dann ausgestanden sein sollte, könnte man ja ausnahmsweise auch ein 41stes Jubiläum mal groß feiern… Mehr Infos zu „Salva“ und Eis Meran unter www.eis-meran.de.