Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.02.2021, 10.57 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Bürgerbüro öffnen!“: „Cronenberger“-Brief an OB Schneidewind

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Im Rathaus-Center am Rathausplatz in der Ortsmitte ist das Bürgerbüro Cronenberg ansässig. | Archivfoto: Meinhard Koke

In einem offenem Brief an Oberbürgermeister Uwe Schneidewind fordert die AG „Die Cronenberger, also die Arbeitsgemeinschaft der vier Bürgervereine im Stadtteil, das Bürgerbüro Cronenberg unverzüglich wieder zu öffnen – ebenfalls das Bürgerbüro in Langerfeld. Die städtische Stelle im Osten Wuppertals ist ebenso wie das Dörper Bürgerbüro am Rathausplatz seit Mitte März 2020 pandemiebedingt geschlossen. Die Bürgerbüros in Ronsdorf und Vohwinkel wurden derweil im August 2020 wieder geöffnet.

Als Anlass ihres offenen Briefes benennen „Die Cronenberger“ einen WDR-Bericht: Darin habe die Stadtverwaltung angekündigt, bei Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen die Bürgerbüros Ronsdorf und Vohwinkel sowie das Einwohnermeldeamt in Barmen personell verstärken zu wollen. Das kritisieren die Bürgervereine Küllenhahn, Hahnerberg-Cronenfeld (BHC), Sudbürger und der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) in ihrem gemeinsamen Brief als „Schlag ins Gesicht der Cronenberger Bürger“ und als „Bürgernähe nach Barmer Rathausart“.

„Von Cronenberg und Langerfeld ist hier keine Rede mehr“, heißt es in dem offenen „Cronenberger“-Brief: „Es entsteht der Eindruck, dass man durch die Hintertür der Pandemie-Maßnahmen diesen beiden Bürgerbüros ihre Daseinsberechtigung nun komplett entziehen will.“ Bürgernahe Verwaltung, so die Arbeitsgemeinschaft weiter, sehe für sie anders aus. Zumal: Mit einer Größe von etwa 260 Quadratmetern sei das Bürgerbüro am Rathausplatz ausreichend groß, um unter Pandemie-Bedingungen sicher betrieben werden zu können.

Noch dazu zahle die Stadt aktuell jährlich 30.000 Euro Mietkosten für einen Leerstand.