Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.03.2021, 19.34 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Stadt-Bitte an Schulen: Den Distanz-Unterricht schon vorbereiten

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Update (19.44 Uhr):
Wie die Stadt mitteilt, kann für die Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 in den Schulen eine Notbetreuung angeboten werden.

Update (20.3.2021, 19.36 Uhr):
Die Landesregierung hat dem Antrag der Stadt auf Aussetzung des Wechselunterrichts an allen weiterführenden Schulen in Wuppertal zugestimmt. Ab Dienstag, 23. März, endet also der Wechsel-Unterricht dort wieder – mit Ausnahme der Abschlussklassen. Schulen, die schon die entsprechenden Vorbereitungen für die Rückkehr zum Distanz-Unterricht getroffen haben, können laut Land sogar bereits ab Montag wieder umswitchen. In den Wuppertaler Grundschulen bleibt es derweil beim bisherigen Wechselmodell.

Das Land berichtet in seiner Mitteilung von „konstruktiven Gesprächen“ und einem stimmigen Gesamtkonzept der Stadt. Wuppertal reagiere angemessen auf das Infektionsgeschehen. Die aktuelle Inzidenz von 144,2 liege oberhalb des Landesdurchschnitts und rechtfertige die Aussetzung des Wechsel-Unterrichts bis zu den Osterferien.

Erstnachricht:
Der Wuppertaler Krisenstab zeigt sich zuversichtlich, dass das Land am Wochenende dem Stadt-Antrag auf Aussetzung des Wechsel-Unterrichts an den weiterführenden Schulen in Wuppertal zustimmen wird. Das hatte der Krisenstab am Mittwoch beschlossen und die Stadt am gestrigen Donnerstag formell beim Land beantragt – nachdem die Schüler gerade erst am Montag dieser Woche in die Klassenzimmer zurückgekehrt waren.

Zwar habe das Land noch nicht entschieden. Aber es habe am heutigen Freitag eine erste Rückmeldung aus Düsseldorf gegeben. Und die deutet offenbar nicht auf ein „Nein“ hin. Vielmehr habe das Land darauf gedrängt, dass im Stadt-Konzept eine Notbetreuung in den Wuppertaler Schulen für die Jahrgangsstufen 5 und 6 berücksichtigt werden müsse. Daher richtet der Wuppertaler Krisenstab die Bitte an die weiterführenden Schulen, sie mögen vorsorglich den Distanz-Unterricht für die kommende Woche schon einmal vorbereiten.

Hintergrund des Stadt-Antrages ist, dass die Wuppertal-Inzidenz seit Freitag vergangener Woche, 12. März 2021, über der bundesweiten Notbremse-Marke von „100“ liegt und im Laufe der Woche kontinuierlich bis auf 143,38 am heutigen Freitag, 20. März, angestiegen ist. Das Land hat bereits die Rückkehr zum Distanz-Unterricht im Kreis Düren sowie heute Nachmittag im Oberbergischen Kreis genehmigt – in letzterem Kreis einschließlich der Grundschulen. In Wuppertal soll die Rückkehr zum Distanz-Unterricht nicht für die Grundschulen gelten. Den Antrag aus Dortmund hat das Land indes heute Abend abgelehnt.

13 Prozent mehr Fälle seit Mittwoch: OB ruft zur Umsicht auf

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind richtet derweil einen Appell an die Bürger: „Es gilt der eindringliche Aufruf an die Wuppertalerinnen und Wuppertaler sich umsichtig, verantwortlich und solidarisch zu verhalten.“ Hintergrund: Allein seit Mittwoch sind die Infektionszahlen in Wuppertal laut Stadt um 13 Prozent (von 771 auf 864 Fälle) und die Quarantäne-Zahlen – bedingt durch viele betroffene Schulen und Kitas – um 20 Prozent gestiegen.

Gesundheitsdezernent Stefan Kühn unterstreicht dazu, dass die aktuell festgestellten Infektionen rund zehn Tage zurückliegen würden: „Damit wirkt auch jede Maßnahme, die wir heute ergreifen, erst in rund zwei Wochen.“