16.06.2021, 11.45 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Dagmar Liste-Frinker: „KiC“-Künstler im Bürgermeisterin-Büro

Artikelfoto

Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker mit drei der Künstler, die ihre Werke im Bürgermeisterin-Dienstzimmer der Cronenberger Grünen-Politikerin ausstellen: Britta Pandel-Rood (li.), Dagmar Pletsch (vorne) und Karl-Heinz Kamiz (re.) | Foto: Meinhard Koke

Die Freude war groß bei Dagmar Pletsch, Britta Pandel-Rood und Karl-Heinz Kamiz: Nach so vielen Lockdown-Monaten konnten die Cronenberger Künstler erstmals wieder ausstellen. Obwohl die Stadt-Inzidenz zwischenzeitlich stark gesunken ist, sind die Werke allerdings dennoch nicht ganz öffentlich zu sehen. Sie schmücken nämlich das Dienstzimmer von Wuppertals Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker.

Zuvor waren die Wände ihres Büros im Rathaus Barmen noch kahl und die Cronenberger Grünen-Politikerin hätte sie mit Arbeiten aus dem Fundus des Von-der-Heydt-Museums behängen können. Dann stolperte Dagmar Liste-Frinker jedoch über einen CW-Bericht zur Gruppe „Künstler in Cronenberg“ (KiC). Als die Dörper Bürgermeisterin las, dass die KiC-Künstler extra eine Homepage eingerichtet hatten, um im Lockdown zumindest digital sichtbar sein zu können, dachte sie sich: Warum nicht KiC-Kunst statt Museums-Fundus?

„Weil ich aus Cronenberg komme und mir das am Herzen liegt, fand ich das naheliegend“, erläutert Dagmar Liste-Frinker: „Es ist mir ein Anliegen, Künstler ans Licht zu holen – ganz besonders in dieser Zeit.“ Bei der Cronenberger Künstlergruppe rannte sie damit offene Türen ein: „Es ist eine Ehre für uns“, bekannten Dagmar Pletsch, Britta Pandel-Rood und Karl-Heinz Kamiz, nachdem sie ihre Arbeiten im Barmer Rathaus aufgehängt hatten, über die Win-Win-Aktion: die Bürgermeisterin-Wände nicht mehr leer und der Ausstellungs-Lockdown „geknackt“ – „super“, freuten sich die KiC-Künstler.

Dagmar Liste-Frinker indes freute sich über die künstlerische Vielfalt, die nun ihr Dienstzimmer ziert: Ob digitale Collagen, eine Skulptur, Fotografien, Acryl, Öl oder auch Digital-Drucke, ob Pinguine, die Schwebebahn, ein Eisvogel am Wupperstrand oder auch der „Green Man“, die „Alm“ oder „Fantasia“ – Abwechslung im Bürgermeisterin-Büro ist garantiert. Dass ihr Pina Bausch nun auf einem Bild von Ellen Neugebauer am Schreibtisch über die Schulter schaut, freut Dagmar Liste-Frinker allein von Amts wegen – schließlich ist die Dörper Bürgermeisterin Vorsitzende der Ratskommission zur Begleitung und Steuerung des Projektes Pina-Bausch-Zentrum.

Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker an ihrem Schreibtisch (li.) mit Pina Bausch im Hintergrund, die auch auf das „Café du Congo“-Foto von Karl-Heinz Kamiz „schielt“. Dieser steht rechts im Bild mit der Grünen-Politikerin sowie Britta Pandel-Rood (li.) und Dagmar Pletsch (vorne). | Foto: Meinhard Koke

Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker an ihrem Schreibtisch im Rathaus Barmen mit Pina Bausch im Hintergrund, die auch auf das „Café du Congo“-Foto von Karl-Heinz Kamiz „schielt“. | Foto: Meinhard Koke

Ein Wunsch-Werk von Liste-Frinker ist indes der Quilt von Britta Pandel-Rood. Das Textil-Kunstwerk mit dem Titel „Cronenberg“ ist wie ein Mosaik, denn es zeigt vom Samba und der Kohlfurther Brücke über Schiefer, Fachwerk und Schleifstein bis hin zu Amboss und Käshämmer typische Dörper Motive – der Pandel-Quilt ist wie ein Cronenberg-Wappen. Dass es einen würdigen Platz verdient hat, fand Dagmar Liste-Frinker und lud Britta Pandel-Rood als einzige Nicht-KiC-Künstlerin zu der Schau ein – auf Zeit hat der Pandel-Quilt im Barmer Rathaus nun einen angemessenen Rahmen.

Teilnehmende Künstler

Zehn Werke folgender Künstler sind im Dienstzimmer von Dagmar Liste-Frinker ausgestellt: Dagmar Pletsch, Ellen Neugebauer, Karl-Heinz Kamiz, Helga Moskat, Isa Heinemann, Eva Pajak, Gudrun Hellwig, Fritz Zander, Mathias Will und Hanna Gietenbruch. Mehr Infos zu den 17 KiC-Künstlern und eine Auswahl ihrer Arbeiten sind online unter kic-cronenberg.de abrufbar.