15.07.2025, 19.40 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

CFG-Schullandheim: Jeder Spenden-Euro zählt für ein neues Dach!

Artikelfoto

Das Schullandheim Freisheim des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums ist alljährlich Ziel von je einwöchigen Aufenthalten der Klassen 5, 6 und 7 des CFG. Träger des Hauses in der Eifel ist der Schullandheimverein des Städtischen Carl-Fuhlrott-Gymnasiums Wuppertal e.V. | Foto: CFG

50 Jahre wird in diesem Jahr das Schulzentrum Süd alt und damit auch das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG): Beim Einzug im Jahr 1975 vereinigten sich am Jung-Stilling-Weg das traditionsreiche Jungengymnasium an der Aue und das Cronenberger Progymnasium von der Berghauser Straße. Als Reinold Mertens jüngst in der Reihe „Wissenswertes“ im Gemeindehaus Küllenhahn zu Gast war, bezeichnete er es als eine der identitätsstiftenden Säulen des damals neuen Gymnasiums im „Süd“: das Schullandheim Freisheim (die CW berichtete). Für nicht wenige dürfte das verschlafene Eifel-Örtchen im Kreis Ahrweiler eine große Unbekannte sein… – und bleiben: Es gibt kaum etwas, das einen in das Örtchen in der rund 1.300 Einwohner zählenden rheinland-pfälzischen Gemeinde Berg ziehen könnte… Für Generationen von SchülerInnen und LehrerInnen des CFG ist Freisheim indes eine Konstante: Alljährlich verbringen die Klassen 5,6 und 7 eine Woche dort, nicht zuletzt nutzen Oberstufenkurse, Schülervertretung und Arbeitsgemeinschaften „Auszeiten“ dort zur Vorbereitung auf das Abitur, für Arbeitswochenenden oder auch für Chor- und Theaterproben – für Tausende Küllenhahner Gymnasiasten ist das Schullandheim Freisheim in den vergangenen 40 Jahren zu einem prägenden Ort der Schulzeit geworden…!

Eine Woche entschleunigen und die Gemeinschaft stärken

Einer von ihnen ist Jan Schlingensiepen: Auch wenn längst voll im Beruf stehend und Schüler-Vater, hat er die Eifel-Wochen nicht vergessen: „Meine Erinnerungen als ehemaliger Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums sind mit einem Ort verbunden: Freisheim“, sagt Schlingensiepen: Das Örtchen sei sozusagen ein „Kaff“, aber eben das sei ein Vorzug des Schullandheimes: Die Kinder könnten dort jenseits aller Ablenkungen auch vom Handy im geschützten Kreis ihrer Klasse eine Woche lang richtig entschleunigen. Statt Ausflügen zu vermeintlich tollen Sightseeing-Zielen sind in dem Eifel-Nest erlebnnispädagogische Projekte Trumpf, welche die Gemeinschaft stärken – „die Kinder sind begeistert“, unterstreicht Jan Schlingensiepen, dass Freisheim ein wertvoller außerschulischer Lernort sei, der aus dem CFG-Schulleben nicht wegzudenken sei: „Es hilft insbesondere den Fünftklässlern, schnell zu einer neuen Klassengemeinschaft zusammen zu finden. Diese Klassengemeinschaft wird mit jedem weiteren Aufenthalt gestärkt und weiterentwickelt.“

Anzeige

Nach 70 Jahren: neues Dach für 220.000 Euro notwendig

Bei Jan Schlingensiepen währt diese Verbundenheit über die Schulzeit hinaus: Der Schulpflegschaftsvorsitzende am CFG engagiert sich auch im Vorstand des Schullandheim-Vereins. Und in dieser Funktion rührt Schlingensiepen aktuell fleißig die Werbetrommel, denn: Dass das CFG als eine von ganz wenigen Schulen in NRW über ein eigenes Schullandheim verfügt, ist – wie beschrieben – ein Glücksfall. Allerdings kostet das auch: Das Dach des über 70 Jahre alten Gebäudes muss saniert werden – die Kosten in Höhe von etwa 220.000 Euro übersteigen die finanziellen Möglichkeiten des Vereins…

Rücklagen & Spenden: 175.000 Euro sind schon aufgebracht

Um das Vorhaben zu stemmen, gehen die Schullandheim-Förderer nicht einfach betteln. Die Schulgemeinde hat bereits selbst angepackt: In Eigenregie wurden durch Eltern, Lehrer und Schüler neue Fußböden, neue Betten, ein neuer Innenanstrich erledigt –auch die Neugestaltung des Außengeländes ist ein Ergebnis dieses Engagements. Zudem hat der Verein die Bäder und Toiletten sanieren oder auch die Installation einer neuen Heizung finanzieren können. Auch wurde im Frühjahr schon ein Dach-Teil saniert sowie mit einer Solaranlage sowie Batteriespeicher versehen. Zudem konnte bereits ein Großteil der Kosten selbst aufgebracht werden: Der Verein hat eine Kapitalrücklage von 125.000 Euro aufgebaut und über die Spenden-Plattform „WirWunder“ konnten rund 50.000 Euro gesammelt werden – summa summarum fehlen aktuell noch rund 50.000 Euro. Diese Summe soll durch einen Sponsorenlauf, der vor den Herbstferien stattfinden wird, nochmals reduziert werden. Zudem konnte aus Vereinsrücklagen das für die Sanierung notwendige Material angeschafft werden – damit zum Start des nächsten Schuljahres die ersten Klassen nach Freisheim fahren können, ist die Sanierung nun für die Sommerferien beauftragt.

Finanzierungslücke: „Gemeinsam wird es uns gelingen…“

Die Finanzlücke wird der Verein zunächst mit einem Kredit schließen, um diesen möglichst rasch abzuzahlen, hoffen Jan Schlingensiepen und seine Mitstreiter auf weitere Unterstützer und Sponsoren: „Wir freuen uns, wenn Sie sich persönlich als Sponsor angesprochen fühlen, uns unterstützen“, wirbt der Schulvereinsvorsitzende um jeden einzelnen Spenden-Euro aus der CW-Leserschaft. Schlingensiepen appelliert an die Erinnerungen an die Zimmer mit Stockbetten, das Tischtennisturnier, die Nachtwanderung oder den Hagebuttentee, an die Erlebnisse mit den Klassenkameraden oder die Freundschaften, die bis heute halten: „Gemeinsam wird es uns gelingen, dass noch viele Cronenberger Schülergenerationen ihre Klassenfahrt in Freisheim verbringen können!“ 

Spenden für Freisheim

Wer den Schullandheimverein Carl-Fuhlrott-Gymnasium e.V. bei der Dachsanierung unterstützen möchte, kann über die Sparkassen-Plattform „WirWunder“ online unter wirwunder.de/wuppertal?text=Freisheim spenden – wirklich jeder Euro hilft…!