13.01.2026, 19.46 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Vereinsstart: „Forum Zukunft“ will Leben ins Vereinshaus bringen

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Der Gründungsvorstand des Vereins „Forum Zukunft“: Vorsitzender Axel Dreyer (2.v.r.), Stellvertreter Stefan Alker, Schatzmeister Norbert Priske (li.) und Schriftführerin Tanja Krüll möchten das historische CA-Gebäude (im Hintergrund rechts) zu einem „Cronenberg-Haus“ entwickeln. | Foto: Meinhard Koke

Wie die CW berichtete: Nachdem der „Cronenberger Anzeiger“ vor rund einem Jahr seinen Betrieb einstellte, haben Roswitha und Rolf Tesche das Denkmal an der Hütter Straße 2 erworben. Das Ziel des Vorsitzenden des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) und seiner Ehefrau: Das rund 225 Jahre alte Wohn- und Geschäftshaus nicht nur denkmalgerecht zu erhalten. Das frühere Bürgermeister-Haus soll auch für eine vielfältige Stadtteil-Nutzung entwickelt werden – etwa als Geschäftsstelle und Treffpunkt von Vereinen oder auch als Ort für Veranstaltungen.

Diesem Ziel ist das Vorhaben einen weiteren Schritt näher gekommen: „Forum Zukunft“ heißt der Verein, der sich im November gegründet hat. Rund 25 Teilnehmende kamen zusammen, um den Verein aus der Taufe zu heben. Ihr gemeinschaftliches Anliegen: Ein Netzwerk von Vereinen und bürgerschaftlichem Miteinander in Cronenberg zu knüpfen und diesem an der Hütter Straße 2 ein Dach zu bieten. Zuvor hatten die InitiatorInnen alle 64 Vereine in Cronenberg kontaktiert. Alle Teilnehmenden wurden Mitglied des frisch gegründeten Vereins, freut sich Rolf Tesche, dass auch schon einige Vereine ihr Interesse bekundet hätten, sich buchstäblich unter dem Dach des „Forums Zukunft“ anzusiedeln. 

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Dach für Vereine und Anlaufstelle für Bürger-Engagement

Der Bedarf für ein Cronenberger „Vereinshaus“ ist nach Worten von Tesche da: „Nur 20 der 64 Cronenberger Vereine haben eine eigene Heimstatt“, weiß der Eigentümer des Denkmals. Das „Forum Zukunft“ will aber nicht nur verbindendes Dach für Vereine werden. Das „Vereinshaus“ möchte auch als Anlaufstelle für Bürger-Engagement und -Ideen offen stehen: „Wir möchten nur, dass die Betriebskosten gedeckt werden“, betont Rolf Tesche, dass er keinerlei kommerziellen Ziele habe: „Wichtig ist, dass sich die Vereine und Akteure in Cronenberg zusammenfinden und koordinieren können“, beschreibt der Eigentümer des Denkmals seinen Antrieb: „Dann findet Cronenberg vielleicht auch mehr Beachtung bei Politik und Stadt…“

„Forum“: Eintragung läuft, Gemeinnützigkeit beantragt

Wie Axel Dreyer erläutert, der zum Gründungsvorsitzenden gewählt wurde, strebt das „Forum Zukunft“ auch eine enge Zusammenarbeit mit Bezirksvertretung Cronenberg und Stadt Wuppertal an. Bevor auch zum Beispiel an die Etablierung eines Stadtteil-Büros gedacht werden kann, gilt es die Vereinsgründung abzuschließen: Nach Worten des Gründungsvorsitzenden Dreyer steht die Satzung, die Eintragung ins Vereinsregister läuft, Gemeinnützigkeit ist beantragt.

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Erdgeschoss: Barrierefreier Umbau ab Frühjahr 2026

Ist das erledigt, kann das „Forum“ Spenden sammeln – und die werden gebraucht: Das Erdgeschoss mit seinem Saal für bis zu 50 Personen soll barrierefrei umgebaut und etwa mit neuer Elektrik, Sanitäranlage und Küche ausgestattet werden – in diesem Frühjahr soll’s mit den Arbeiten losgehen, auf einen mittleren fünfstelligen Betrag schätzt Schatzmeister Norbert Priske die Kosten dafür. „Wir peilen an, das Haus im Laufe des Jahres ans Laufen zu bekommen“, gibt mit Stefan Alker der stellvertretende „Forum“-Vorsitzende den „sportlichen“ Zeithorizont vor: „Wir möchten das Haus mit Leben füllen.“

„Forum“-Kontakt bei Interesse und Fragen

Bei Interesse und Fragen können sich Interessierte, ob Vereine oder zum Beispiel auch Eigentümergemeinschaften, die hier ihre Treffen abhalten möchten, gerne an den Vorstand wenden. Vorsitzender Axel Dreyer ist unter Telefon 01 77 / 59 02 087 oder per E-Mail an axel_dreyer @ web.de zu erreichen. 

Historie des „Vereinshauses“

Die Heimstatt des neuen „Forum Zukunft“ wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts vermutlich von Johann Abraham von den Steinen (1781-1849) errichtet. Der wohlhabende Gutsbesitzer und Kaufmann war von 1809 bis 1834 mit kurzen Unterbrechungen Cronenberger Bürgermeister – daher wird das Haus mitunter auch „Bürgermeisterhaus“ genannt. Das Gebäude ist innen im barocken Stil und steht innen wie außen unter Denkmalschutz.