10.02.2026, 19.19 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Bester Direx – toller Mensch“: Trauer um Ex-FBR-Leiter Eulner

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Große Trauer über seinen Tod: Hartmut Eulner prägte in seinem Vierteljahrhundet an der Spitze die Friedrich-Bayer-Realschule im Schulzentrum Süd. | Foto: Meinhard Koke

Ist Anteilnahme ein Gradmesser dafür, dann hat er vielen Menschen viel „bedeutet“: Riesengroß war auf den Online-Seiten der CW die Resonanz auf diese traurige Nachricht: Mit Hartmut Eulner ist Ende Januar der ehemalige Leiter der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) verstorben (die CW berichtete bereits). Der beliebte Pädagoge wurde 72 Jahre alt. Welcher Beliebtheit sich Hartmut Eulner auch über die Schultüren des „Süd“ hinaus erfreute, war schon zu spüren, als er 2019 in den Ruhestand ging – nach 25 Jahren an der Spitze der Bayer-Realschule.

Bei dem Festakt zum Abschied platzten Programm und Zahl der Gäste und Redner aus allen Nähten: Drei statt geplanter zwei Stunden verabschiedete sich die Schule im vollen Pausenzentrum von Hartmut Eulner. Mit Grund ging der letzte „Schultag“ des bekennenden Fußball-Fans in die „Verlängerung“. Alle Festredner, darunter der damalige Oberbürgermeister Andreas Mucke, Vertreter von Stadt, Bezirksregierung oder auch Schulverein sowie der jahrzehntelange Weggefährte Karl W. Schröder und dessen Nachfolger als Leiter des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, Reinold Mertens, waren sich einig: Hartmut Eulner war eine „herausragende Persönlichkeit“ – und menschlich dazu…!

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„Die Bayer-Realschule in die Champions League geführt…“

CFG-Leiter Mertens bediente sich zur Würdigung Eulners eines Bildes aus der Fußball-Welt: Er habe die Bayer-Realschule von der Kreisliga in die Champions League geführt: „Das ist ein Lebenswerk, auf das nicht viele Schulleiter zurückblicken können“, unterstrich Mertens, um ein Trikot von Bayer Leverkusen zu überreichen, dem Herzensklub von Hartmut Eulner. Und auch dieses Zitat des seinerzeitigen OBs Mucke sprach Bände: Eulner habe stets an der Seite der Schüler gestanden, zitierte Mucke aus der E-Mail eine Ex-Schülerin: „Ich weiß nicht, wo ich heute wäre, wenn er nicht gewesen wäre…“ – bei all den Worten der Würdigung war ehrliche Wehmut im Spiel!

Trauer in Netzwerken: „Fels in der Brandung für mich…“

Entsprechend groß die Trauer auf den Online-Bericht der CW: In großer Zahl drückten ehemalige Schüler, Eltern oder auch Weggefährten ihre Anteilnahme aus. Tenor: Hartmut Eulner sei ein „super Mensch“, „wunderbarer Lehrer“ und „einzigartiger Schulleiter“ gewesen, mit viel Empathie, Kompetenz, Humor, Herz und Verstand, viel Einsatz für die Schule und den Schülern immer zugewandt: „Einer der Menschen, die immer eine positive und freundliche Ausstrahlung hatten“, würdigt eine CW-Leserin in den Sozialen Netzwerken Facebook sowie Instagram. „Bei ihm konnte sich der eine oder andere eine Scheibe abschneiden. Ein toller Mensch, ein toller Schulleiter mit so einem großen Herz“, schreibt eine andere Leserin. „In meiner Schulzeit war er für mich ein echter Fels in der Brandung und hatte immer ein offenes Ohr“, bekundet ein Nutzer via Instagram. „Er war ein toller Mensch und hat für die Kinder und Familien alles getan, was er konnte!“, heißt es ebenso auf „Insta“.

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FBR-Leiter Dätig: „Davon profitiert die Schule bis heute“

Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Marcel Hafke meldete sich: „Ein großartiger Direktor und Mensch“, so der ehemalige „Süd“-Schüler. „Das Wirken von Hartmut Eulner war identitätsstiftend“, würdigt derweil Markus Dätig seinen Vorgänger: Hartmut Eulner habe nicht nur die Namensgebung der Schule initiiert, sondern auch die Sport-Profilklassen und ein Netzwerk an Kooperationen aufgebaut, von dem die Bayer-Realschüler bis heute profitierten. Er habe ihm bei Amtsantritt wertvolle Hinweise zur Einführung in die Schule gegeben „und mir damit den Einstieg erheblich erleichtert“, berichtet FBR-Leiter Dätig weiter, dass Hartmut Eulner auch im Ruhestand an der Schule interessiert geblieben sei: „Dieses ehrliche Interesse und seine Verbundenheit waren bemerkenswert.“

CFG-Leiter Mertens: „Kompetent, humorvoll und echter Typ“

Reinold Mertens, Leiter des Nachbar-Gymnasiums Carl Fuhlrott, würdigt den Verstorbenen als „extrem kompetent, humorvoll“ und mit einem „total innovativen Blick auf Schule“. Hartmut Eulner habe immer Kontakte nach außen gesucht und geknüpft, versucht die Schule voranzubringen, mit den Bläser- und Sportklassen habe er der FBR Alleinstellungsmerkmale verschafft. Ebenso unterstreicht der CFG-Leiter die menschlichen Qualitäten: „Hartmut Eulner war ein echter Typ, ein richtiger Charakter, der auch unbequeme Wahrheiten offen geäußert hat.“

Weggefährte Karl W. Schröder: „Er liebte seine Schüler…“

Dazu passt, woran sich mit Mertens-Vorgänger Karl W. Schröder ein jahrzehntelanger Weggefährte im „Süd“ erinnert: Eulner habe auch bei Widerständen Kurs gehalten. Und auch so schaut der Ex-Schulleiter auf seinen „Süd“-Weggefährten zurück: „Hartmut Eulner liebte seine Schülerinnen und Schüler und hatte immer auch ein offenes Ohr für ihre ganz persönlichen Probleme“, erinnert sich Schröder an „22 großartige gemeinsame Jahre“: „Seine Schulleitungszeit ist eine große Erfolgsgeschichte…“