31.03.2026, 19.44 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
CFG-Tischplanetarium ist da: „Doller“ als der Papst-Schreibtisch
Bestaunen das noch für den Transport in einer großen Kiste steckende „Herzstück“ des Elberfelder Tischplanetariums: Michael Winkhaus, Lehrer am Carl-Fuhlrott-Gymnasium und Initiator der Rückholaktion aus München (li.), und Daniel Otterbein, in dessen Cronenberger Tischlerei das Meisterwerk restauriert wird. | Foto: Meinhard Koke
„Super-toll“, „beeindruckend“, „das übertrifft alles“, „fantastisch“, … – Michael Winkhaus und Daniel Otterbein schwelgten in Superlativen. Grund waren sechs große Kisten, die in der Traditionsschreinerei Otterbein am Schulweg eingetroffen waren. Darin: das Elberfelder Tischplanetarium (die CW berichtete bereits).
Rund 200 Jahre, nachdem es erbaut wurde, ist es zurück in Wuppertal: Anfang des letzten Jahrhunderts. im Jahr 1907, war das stattliche Kleinod an das Deutsche Museum in München ausgeliehen worden, nun hat es CFG-Lehrer Michael Winkhaus zurückgeholt – zum 200. Geburtstag des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) im Jahr 2030 soll es am „Süd“ zu sehen sein – ein außergewöhnliches Jubiläumspräsent…! Wie CFG-Astronom Winkhaus erläuterte, ist das in fünfjähriger Arbeit von dem Schreinermeister Heinrich Aeuer erbaute Tischplanetarium ein handwerkliches und technisches Meisterwerk – weltweit einzigartig.
Was ist „doller“: der Papst-Schreibtisch oder das Tischplanetarium?
„Dass jemand das um 1825 in einem kleinen Bergischen Örtchen bauen konnte, ohne Internet oder die heutigen technischen Hilfsmittel, das ist fantastisch…“ Und auch Schreinermeister Daniel Otterbein, der schon so manches Schmuckstück aus Schlössern oder Museen restaurierte, staunt. Mahagoni-Furnier, Schellack-Politur, hölzerne Füße im Stile korinthischer Säulen, Blattgold, Bemalungen,… – ganz abgesehen von der Mechanik des Tischplanetariums: „Das ist absolut außergewöhnlich – das übertrifft alles“, befand der Restaurator. Ist ihm in seiner Tischlerei Otterbein schon einmal etwas Ähnliches untergekommen? Den Schreibtisch des Papstes habe man einst im Schulweg restauriert, erinnert sich Otterbein: „Aber, das hier ist das dollste…“
„Kriegen wir hin…“:Etwa 100.000 Euro Restaurierungskosten
Um das Tischplanetarium restaurieren zu können, muss Michael Winkhaus Fördermittel einwerben. Dass er die auf rund 100.000 Euro geschätzten Kosten zusammenbekommt, daran hat Winkhaus keine Zweifel: „Ich bin ganz sicher, das kriegen wir hin…“ – der „moderne Carl Fuhlrott“ des Küllenhahner Gymnasiums, der bereits die Schülersternwarte auf dem Dach des Schulzentrums Süd „wuppte“, greift einmal mehr nach den Sternen…!





