17.06.2026, 19.18 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

SPD-Medaille: „Der Bürgerbus ist nicht mehr wegzudenken…“

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Bürgerbus-Vorsitzende Marita Dittmar (2.v.r. vo.) und Stellvertreter Wolfgang Wallat (mi.) nahmen die Hermann-Herberts-Medaille der SPD Cronenberg nebst Urkunde stellvertretend für die Bürgerbus-Ehrenamtlichen entgegen, von denen bei der Feierstunde im „Cronenberger Festsaal“ viele im Hintergrund Aufstellung nahmen. | Foto: Meinhard Koke

Sie halten Cronenberg ein Stück weit „am Laufen“: Die 26 Ehrenamtlichen des Vereins „Dörper Bus“ bringen BewohnerInnen aus Bereichen, die nicht direkt am Streckennetz der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) liegen, ins „Dorf“ und wieder zurück nach Hause. „Ehrenamt macht was mit den Menschen – es macht das Leben etwas besser“, würdigte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff am Sonntag das Engagement des Bürgerbus-Vereins, als dieser von der SPD Cronenberg mit der Hermann-Herberts-Medaille auszeichnet wurde.

Mit dem Preis, der an den ehemaligen Oberbürgermeister und Bundestagsabgeordneten Hermann Herberts (1900–1995) erinnert, würdigt die Dorper SPD alljährlich Personen, Vereine, Organisationen oder Institutionen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Für Oberbürgermeisterin Scherff ein „Heimspiel“: Ihr verstorbener Vater Dieter Scherff hatte die Ehrung im Jahr 2005 ins Leben gerufen, im letzten Jahr hatte Miriam Scherff als damalige Dorper SPD-Chefin die Medaille noch selbst überreicht. In ihrem Grußwort zum diesjährigen Preisträger der Hermann-Herberts-Medaille gratulierte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff auch ihrem SPD-Heimatortsverein – und zwar zur Wahl des Bürgerbus-Vereins als Preisträger 2026.

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Denn: Die „Dörpi“-Ehrenamtlichen ermöglichten Teilhabe in Cronenberg, unterstrich Miriam Scherff. Die Cronenbergerin erinnerte sich an eine Bürgerbus-Rundfahrt mit ihrer damals kleinen Tochter in den vergangenen Jahren. Dabei sei auch ein älterer Dörper zugestiegen, der ihr erzählte, dass er per Bürgerbus täglich zum Kaffeetrinken in „Policks Heimat“ fahre: „Das ist Teilhabe – jeden Tag“, dankte die Oberbürgermeisterin den Ehrenamtlichen. Nach einem musikalischen Intermezzo mit dem Singer/Songwriter Florian Franke rief Cronenbergs SPD-Vorsitzender Finn Glose einen Mobilitätsexperten ans Mikrofon: Mit Ralph Birkenstock bestätigte der Leiter des Nahverkehrsmanagements der WSW mobil GmbH in seiner Laudatio den Teilhabe-Gedanken der Oberbürgermeisterin.

„Sie schaffen auch Begegnungen und Vertrauen …“
Die Bürgerbusler investierten Zeit und übernähmen Verantwortung, sie ermöglichten Mobilität und damit mehr Lebensqualität – ein heute nicht mehr wegzudenkendes Angebot in Cronenberg. Ralph Birkenstock würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen und des Vorstandes um Vorsitzende Marita Dittmar und Stellvertreter Wolfgang Wallat, er schaute aber auch „in den Rückspiegel“ und hob das Engagement des jahrelangen Bürgerbus-Chefs und heutigen Ehrenvorsitzenden Andreas Holstein hervor: „Sie schaffen Begegnungen und Vertrauen, im Bürgerbus kennt man sich und bleibt nicht anonym – Dank für Ihre Leistungen“, sagte der WSW-Nahverkehrsmanager an die Adresse der 26 Fahrerinnen und Fahrer.

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WSW-Laudator: Herberts-Würdigung KI-generiert
Birkenstock erinnerte in seiner Laudatio auch an den Namensgeber Hermann Herberts: Als Wuppertaler Oberbürgermeister habe er mitunter den Dienstwagen stehen gelassen und sei per Straßenbahn nach Hause ins heimische Cronenberg gefahren. Gemeinsinn und Bodenständigkeit hätten Herberts ausgezeichnet, er habe Brücken gebaut, sagte Birkenstock – ebenso wie die Bürgerbusler dies mit ihrem täglichen Engagement tun. Was würde Herberts zum Verein „Dörper Bus“ sagen, wenn er noch lebte? Birkenstock ließ die KI antworten: „Gut gemacht – weiter so!“

Oberbürgermeisterin Mirim Scherff (l.), Cronenbergs SPD-Chef Finn Glose (2.v.l.) sowie WSW-Nahverklehrsmanager Ralph Bikenstock (re.) überreichten die Herberts-Medaille an Bürgerbus-Vorsitzende Marita Dittmar und Stellvertreter Wolfgang Wallat (mi.) sowie den Ehrenvorsitzenden Andreas Holstein (2.v.re.). | Foto: Meinhard Koke

Bürgerbus: „Beweis für Zusammenhalt im Dorf…“
Dem schloss sich der WSW-Vertreter an und versprach, dass die Stadtwerke auch weiterhin an ihrer Seite stünden und für den richtigen Reifendruck garantieren würden. Nach Überreichung der SPD-Medaille schritt Marita Dittmar kurz ans Mikrofon. Die Bürgerbus-Vorsitzende bedankte sich für die Auszeichnung – die Herberts-Medaille sei eine große Ehre. Zugleich dankte Dittmar für die Unterstützung der Sponsoren, von Politik und Vereinen – das erfolgreiche Bürgerbus-Projekt, so die „Dörpi“-Chefin, sei auch ein Beweis für den Zusammenhalt im Dorf.

Im Anschluss klang die Preisverleihung im „Cronenberger Festsaal“ bei munteren Gesprächen der zahlreichen Gäste aus. Der Festakt war auch wieder einmal das: ein Treffpunkt vieler Vereine, Organisationen und Initiativen, die sich für Cronenberg engagieren. Im Sinne der KI lautete die Botschaft dieses Vormittags auch an ihre Adresse: „Weiter so!“ Mehr zum Cronenberger Bürgerbus ist via Internet hier zu erfahren: www.doerper-bus.de.