09.01.2018, 10.34 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Schade für die Südstadt! Keine Parkfest-Zweitauflage im Juni

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Die Premiere des Festes im Von-der-Heydt-Park über- traf selbst die kühnsten Hoffnungen der größten Optimisten: Glücklich nach einem überwältigenden Tag versammelten sich die Organisatoren und die „Beatles-Revival-Band“ am Ende des Parkfestes in der Südstadt fürs CW-Foto.

Statt der erwarteten 2.000 Besucher kamen über 8.000 Gäste, statt einer beschaulichen Premiere wurden besonders die Kulinaria-Stände geradezu belagert, statt Langeweile hatten die Helfer alle Hände voll zu tun – sie waren im Positiv-Stress, denn die Erstauflage des Südstädter Parkfests im Juni 2015 übertraf alle Erwartungen. Auch unter dem Strich: Über 18.000 Euro Reinerlös kamen an dem Bilderbuch-Festtag im Von der Heydt-Park am Friedenshain für das Kinderhospiz Burgholz zusammen (die CW berichtete ebenfalls).

Das Parkfest habe ein ganz besonderes Flair gehabt, bescheinigte denn auch Kerstin Wülfing, die Geschäftsführerin der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land, als sie die Großspende im Oktober 2015 freudig entgegen nahm: „Und dass dann auch noch eine so großartige Summe dabei herausgekommen ist, ist umso toller“. Das fand auch das Organisatoren-Team des SSV Germania 1900, der evangelischen Südstadt-Gemeinde und des Bürgervereins der Elberfelder Südstadt: Es werde eine Zweitauflage geben, peilten sie euphorisch nach dem Erfolgstag an, dass das Parkfest künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit der Cronenberger Werkzeugkiste stattfinden werde.

Auf den 10. Juni 2018 wurde denn auch rasch die Neuauflage terminiert, doch daraus wird nun (leider) nichts: Am vergangenen Freitag, 5. Januar 2018, zog der Veranstalter-Kreis die Reißleine und sagte das geplante 2. Parkfest ab. Organisatorische und rechtliche Gründe, so heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Südstädter Gemeinde und Bürgerverein sowie des SSV Germania, hätten nach langen Überlegungen zu dieser wohl für viele Südstädter enttäuschenden Entscheidung geführt.

„Insbesondere die evangelische Gemeinde sah sich zurzeit nicht imstande, sich im gleichen Maße wie in der Erstauflage zu engagieren“, bedauern die Veranstalter zutiefst und bitten zugleich um Verständnis für die Absage. Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch für die Südstädter: In ihrer Absage-Mitteilung bringen die Organisatoren ihre Hoffnung zum Ausdruck, „in einem der folgenden Jahre doch noch ein Parkfest organisieren zu können“. Die durch die Parkfest-Premiere entstandenen Verbindungen unter den verschiedenen Südstädter Institutionen sollen jedenfalls aufrecht erhalten bleiben.

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