15.05.2018, 19.37 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Cronenfeld: WSW-Baustelle als Chance für das Dörper Nadelöhr?

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Die Kreuzung Cronenfeld ist das Nadelöhr besonders nach Cronenberg und soll daher bereits seit Jahrzehnten optimiert werden. -Foto: Meinhard Koke

Wie berichtet, richten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) voraussichtlich ab 11. Juni 2018 mitten auf der Kreuzung Cronenfeld eine weitere Baustelle ein. Die fast vollständig in der Hauptstraße verlegte Kanalisation für das neue Post-Verteilzentrum wird damit in die Hastener Straße fortgeführt.

Sorgt die Baustelle nun nicht nur für Staus und genervte Autofahrer, sondern auch für einen „großen Wurf“ an der Kreuzung? Seit Jahrzehnten bereits wird immer wieder eine Umgestaltung der Kreuzung diskutiert. Das Land hatte sogar Anfang des Jahrtausends einen 80-prozentigen Zuschuss für den Kreuzungs-Ausbau zugesagt und die Stadt das Gelände der damaligen Metzgerei Vohwinkel („Weißes Haus“) an der Ecke Hauptstraße/Hastener Straße angekauft. Weil der Stadt dann aber das Geld fehlte, wurde der Ausbau ad acta gelegt.

So ist der Übergang von der Hauptstraße in die Hahnerberger Straße weiter das Nadelöhr nach Cronenberg. Weil sich hier die Fahrbahn ins Dorf von zwei auf nur eine Geradeausspur verengt, wirkt die Kreuzung wie ein Pfropfen – insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten bilden sich lange Rückstaus. Im Zuge der April-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg kam daher aus den Reihen der Initiative „Cronenberg will mehr! – Du auch?“ die Idee auf, das Nadelöhr doch im Zuge der WSW-Baustelle zu beseitigen.

Provisorium nutzen: Mit wenig Aufwand den großen Wurf schaffen

Denn: Um den Verkehr jeweils einspurig an der Baustelle vorbeiführen zu können, wird der Bürgersteig auf der Trassen-Seite abgerissen, um hier provisorisch die Fahrbahn in Richtung Cronenberg einzurichten. Die Fußgänger werden währenddessen über die Sambatrasse geleitet. Kann aus dem Provisorium mit einem vergleichsweise geringen Aufwand eine Dauerlösung zur Entschärfung des Nadelöhrs Cronenfeld werden?

„Cronenberg will mehr!“ hofft zumindest auf eine Prüfung und die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung findet den Gedanken charmant: Sie hat bereits einen Antrag formuliert, den sie nun mit den anderen Fraktionen in der BV abzustimmen sucht. Demnach soll die Stadt abklopfen, ob „in einem Rutsch“ mit der WSW-Baustelle eine Optimierung des Nadelöhrs Cronenfeld möglich und finanzierbar wäre.

Wünschenswert wäre es, finden sicherlich viele Autofahrer…