29.06.2018, 12.44 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Cronenfeld: Mehr Platz für Abbieger, aber keine zweite Fahrspur?

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Seit Mitte Juni kann man sich vor Ort optisch einen Eindruck davon machen: Der Bürgersteig im Bereich der Kreuzung Cronenfeld ist abgerissen und wird zu einer provisorischen Fahrspur umgebaut, welche an der kommenden Baustelle vorbei in Richtung Cronenberg führen wird. Kann das Baustellen-Provisorium dazu genutzt werden, an dieser Stelle eine zweite Fahrspur ins Dorf einzurichten? Einstimmig reichte die Bezirksvertretung nun die „Cronenberg will mehr!“-Idee weiter zur Prüfung an die Stadt. -Foto: Meinhard Koke

Die Mitte Juni 2018 gestartete Baustelle im Bereich der Kreuzung Cronenfeld will die Stadt dazu nutzen, um eine Verkehrsverbesserung an dem Nadelöhr zu erzielen. Hierzu hat das zuständige Verkehrsressort eine Vorlage erstellt, die in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg Thema war.

Von der Einrichtung einer zweiten Fahrspur in Richtung Cronenberg, welche die Arbeitsgemeinschaft „Die Cronenberger!“ der vier Bürgervereine sowie die Mehrheit im Cronenberger Stadtteilparlament und die Initiative „Cronenberg will mehr!“ in Anträgen vorgeschlagen hatte (die CW berichtete), ist in dem Stadt-Vorschlag allerdings keine Rede.

Vielmehr soll der Einmündungsbereich Hauptstraße/Hastener Straße um etwa vier Meter ausgeweitet werden, sodass künftig Lkw besser von der Haupt- in die Hastener Straße rechtsabbiegen könnten. Für den notwendigen Neubau der dann barrierefreien Bordsteinführung sowie die erforderliche Fahrbahnsanierung im Einmündungsbereich will die Stadt zusätzliche 80.000 Euro ausgeben.

Auf CW-Nachfrage wollte man sich beim Ressort Straßen und Verkehr nicht zu der Zwei-Fahrspuren-Idee äußern. Eine Stellungnahme des Ressorts dazu soll in Kürze vorgelegt werden, hieß es.

Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Lars Liefke
    29.06.2018, 13:14 Uhr   |   Direktlink

    Was in der ganzen Diskussion vergessen wird, ist die Situation des ÖPNV. Dis Busse stehen im gleichen Stau wie der Individualverkehr. Eine Alternative in Punkto stressfrei zur Arbeit kommen, ist der ÖPNV seit der Stilllegung der Sambastrecke nicht mehr. Kurzzeitig waren die CityExpress Linien in den Neunzigern zwar attraktiv, aber auch der CityExpress ist mittlerweile Dank der massiven Verkehrszunahme zum StaustehExpress geworden. Jede Entschärfung der Kreuzung Cronenfeld hat somit auch eine erhebliche Wirkung auf den Busverkehr. Gerade am Cronenfeld entstehen nervige Verspätungen. Doch die Stadt bleibt taub. Verkehrswende ja, aber kosten darf das alles nichts. Die Idee der Seilbahn (Bürgeridee!!!!) entstand schließlich nicht um Touristen ins Burgholz zu locken, sondern um die immer schlimmer werdenden Zustände auf der Straße zu umgehen. Es ist zu erwarten, dass nach der Eröffnung des neuen Busbahnhof sich die Fahrtzeiten zwischen Cronenberg und Hauptbahnhof noch einmal zusätzlich zwischen Stadthalle und Hauptbahnhof verlängern. In Stoßzeiten ist mit + 10 Minuten zu rechnen. Aber auch hier kein Interesse der Stadt etwas zu ändern. Ob mit Auto, Bus oder Fahrrad. Die jetzige Situation zwischen Cronenberg und Elberfeld, ist auch ohne Baustellen untragbar geworden.

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