Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

12.06.2019, 21.06 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Netto-Umzug in der Ortsmitte: Neuer Schub für alte Pläne?

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Was machen eigentlich die Netto-Pläne in der Ortsmitte? Lange nichts mehr gehört davon! Die Gerüchte, dass der Umzug des Marken-Discounters von der Herichhauser Straße auf das Schmidt-Gelände an der Ecke Haupt-/Amboßstraße geplatzt sei, stimmen aber nicht.

Wie der SPD-Stadtteilrundgang am 29. Mai 2019 bekannt werden ließ, hat Netto einen namhaften Architekten mit den Planungen beauftragt – der Neubau solle nicht 08/15 werden, sondern ein attraktives Gesicht zur Aufwertung des Cronenberger Zentrums bekommen. „Das könnte positive Auswirkungen für die gesamte Ortsmitte haben“, zeigte sich SPD-Ratsfraktionschef Klaus-Jürgen Reese optimistisch: „Es laufen ganz gute Gespräche – wir sind guter Dinge…“

Offenbar beziehen sich die abgespeckten Netto-Pläne nun nur noch auf das Schmidt-Gelände und das dahinter liegende Areal einer ehemaligen Tankstelle – die Fläche eines benachbarten Baustoffhandels ist für den Discounter offensichtlich vom Tisch. Sollten die Pläne diesmal erfolgreich sein, könnte das zugleich einen Schub für die Optimierung der Einmündung Amboßstraße/Hauptstraße bedeuten.

Die Bezirksvertretung hatte bereits vor anderthalb Jahren beschlossen, dass die Stadt im Falle eines Netto-Umzuges einen Streifen des Schmidt-Geländes ankaufen solle, um dann eine Rechtsabbiegespur in die Hauptstraße einrichten zu können (die CW berichtete). Diesen BV-Beschluss habe die Verwaltung im Blick, versicherte Ressortleiter Rüdiger Bleck bei dem SPD-Rundgang auf CW-Nachfrage.

Wie sich ein Netto-Umzug auf das Carré zwischen Haupt-/Amboß- und Holzschniederstraße allerdings mit den Plänen für eine Weiterführung der Sambatrasse in die Ortsmitte kombinieren könnte und was dann aus dem derzeitigen Netto-Standort in der Herichhauser Straße wird, darauf darf man gespannt sein…