Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

24.04.2021, 17.40 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wochenbilanz: Wuppertal-Inzidenz erreichte ein neues Allzeit-Hoch

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Nachdem die Wuppertaler Inzidenz Mitte vergangener Woche über die Marke von 200 gestiegen war, beantragte der Krisenstab der Stadt noch am 15. April 2021 die „Notbremse“ (die CW berichtete). Dieser stimmte das Land am folgenden Freitag zu, sodass seit Montag schärfere Beschränkungen in Wuppertal gelten. Zwischenzeitlich wurde die Regelung durch die deutschlandweit geltende Bundes-„Notbremse“ abgelöst, die in Städten wie Wuppertal mit einer Inzidenz über 200 ebenso eine nächtliche Ausgangssperre, Distanz-Unterricht sowie Click & Collect in den Geschäften vorsieht, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen.

Das Infektionsgeschen in Wuppertal hat sich derweil weiter verschärft: Vom 16. April bis zum gestrigen 23. April kletterte die Anzahl der aktuell bestätigten Corona-Infizierten in Wuppertal von 1.252 (16.4.) auf 1.677 Fälle – das sind ein Drittel mehr Infizierte (zuvor: +8%).

Sieben-Tage-Zahl: Bisheriges Allzeit-Hoch überschritten

Entsprechend erhöhte sich die Sieben-Tage-Zahl der Neuinfektionen weiter: Sie stieg von 805 (16.4.) auf gestern 953 Neu-Fälle – ein Plus von rund 18 Prozent, nachdem die Neufälle in der Woche zuvor um 50 Prozent gestiegen waren. Damit sprang die Wuppertal-Inzidenz von 226,76 am 16. April auf zu gestern 268,45 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Am Montag lag die Stadt-Inzidenz den dritten Werktag über der 200er-Marke und überstieg zudem den bisherigen Wuppertaler Allzeit-Höchststand seit Pandemie-Ausbruch – dieser lag am 23. Dezember 2020 bei 243,66. Am Mittwoch, 21. April, dann erreichte die Stadt-Inzidenz mit 273,80 ein weiteres neues Allzeit-Hoch.

Keine Zunahme der neuen Todesfälle

Die Verschärfung des Infektionsgeschehens führte indes nicht zu mehr Todesfällen mit/an dem Virus: In den vergangenen sieben Tagen gab es neun weitere Verstorbene im Zusammenhang mit dem Virus – zum Vergleich: In den beiden Wochen zuvor waren zwölf  beziehungsweise 13 Corona-Todesfälle zu beklagen. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer seit Pandemie-Ausbruch erhöhte sich damit auf nunmehr 435 Wuppertaler (426).

Stark gestiegen ist indes die Zahl der Personen in Quarantäne: Sie erhöhte sich von 2.948 Wuppertalern auf 3.750 Personen gestern. Davon in häuslicher Isolation waren 717 Haushaltsangehörige (621) sowie 909 Kontaktpersonen der Kategorie 1 (552). Das sind Personen, die zum Beispiel einen direkten und engen Kontakt zu Infizierten hatten. 537 Wuppertaler befanden sich gestern unter anderem freiwillig in Quarantäne (564).

Über 17.000 Wuppertaler seit Pandemie-Ausbruch infiziert

Seit Ausbruch der Pandemie vor über einem Jahr wurden in der Stadt nunmehr insgesamt 17.465 Wuppertaler als Corona-infiziert registriert (16.530). Davon wieder genesen sind bereits 15.353 Infizierte.

Die Wuppertaler Corona-Hotline ist werktags (7-19 Uhr) sowie am Wochenende (10-14 Uhr) unter Telefon (02 02) 563-20 00 erreichbar. Für medizinische Fragen kann die Hotline 11 6 11 7 gewählt werden.