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20.06.2018, 20.31 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

BHC: Kein Hahnerberger „Donnerwetter“ am Unwetter-Dienstag

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BHC-Chef Jochen Plate (2.v.l.) mit seinen Vorstandskollegen Ulla und Hans-Peter Abé sowie Gastreferent Bernd Zarges (2.v.r.) von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). -Foto: Meinhard Koke

Am Wuppertaler Unwetter-Dienstag blieb auf dem Hahnerberg alles normal: Der Dörper Berg-Lage war geschuldet, dass die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Hahnerberg-Cronenfeld (BHC) wie geplant über die Bühne ging, während im Tal „Land unter“ herrschte.

Und zudem ging der Jahrestreff des rund 300 Mitglieder zählenden Bürgervereins auch überaus harmonisch über die Bühne: Ob Vorsitzender Jochen Plate, Stellvertreter Rolf Neubüser oder die weiteren Vorstandsmitglieder – der gesamte Vorstand wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt. Dennoch: Es herrschte nicht nur eitel Sonnenschein bei dem BHC-Treff.

Der alte und neue Vorsitzende Jochen Plate sprach eine Reihe von Defiziten an. So seien die Bürgervereins-Stammtische und das Herbstfest „sehr dünn besucht“ – „wenn keine Nachfrage da ist, dann lassen wir das eben sein“. Doch zuvor will der BHC doch noch einmal einen Anlauf wagen: Das nächste Herbstfest wird am Siedlerheim Wilhelmring stattfinden – weil nicht ganz so „idyllisch“ gelegen wie die Vonkelner Pickbahn, erhofft sich der BHC hier einen stärkeren Zulauf – mal schauen…

Schwierigkeiten hat der Bürgerverein auch mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): 261 Seiten lang, allein die Präambel 108 Seiten stark – „das ist ein Riesen-Horror“, konstatierte Jochen Plate. Bis man sich dazu „sortiert“ hat, bleibt die BHC-Homepage erst einmal abgeschaltet – damit nicht irgendein „Abmahn-Anwalt“ was finden könne, so Jochen Plate.

„Die Initiative verdient unsere vollste Unterstützung…!“

Auch die neue Vereins-Satzung wurde erst einmal auf Eis gelegt – hier ergaben sich im Rahmen des BHC-Treffs Nachbesserungsbedarfe. Somit ist der BHC auch erst einmal noch nicht als gemeinnützig anerkannt, auch der Wiedereintritt in den Stadtverband der Wuppertaler Bürgervereine muss daher noch etwas warten.

Ausdrücklich bekannte sich Jochen Plate zur Initiative „Cronenberg will mehr!“. Plate unterstrich, dass er in der Initiative keine „Konkurrenz-Veranstaltung“ zu den Bürgervereinen sehe, im Gegenteil: „Cronenberg will mehr!“ sei „engagiert, generationsübergreifend und sehr konstruktiv“, bescheinigte der BHC-Chef: „Die Initiative verdient unsere vollste Unterstützung!“

Im Fokus: Sperrung der Hastener Straße

Beispiel: Die Initiative-Idee, das Nadelöhr Cronenfeld im Zuge der laufenden Stadtwerke-Baustelle zu optimieren, sagte Plate seine Unterstützung zu: „Das könnte man prima probieren“, zumal dafür noch nicht einmal zusätzliche Mittel aufgewendet werden müssten, hieß es im Saal – „Versuch macht klug“, rief ein Zuhörer zustimmend ins Rund.

Dazu passte: Zum Finale des BHC-Treffs berichteten Vertreter der Wuppertaler Stadtwerke über die laufenden und kommenden WSW-Baumaßnahmen in Cronenberg. Besonders dabei im Bürgervereins-Fokus sind die Bauarbeiten auf der Hauptstraße und die Sperrung der Hastener Straße – wie berichtet, ist die Straße seit dem 11. Juni für 14 Monate gesperrt.