Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

21.01.2019, 12.52 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Kleines Häuschen“: Gemeinde schafft Platz für neuen Dorf-Platz

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Nicht unebdingt ein reizvoller Anblick: Das marode „Kleine Häuschen“ im Schatten der Reformierten Kirche. -Foto: Meinhard Koke

Bei der Versammlung der Evangelischen Gemeinde Cronenberg wartete das Presbyterium am 13. Januar 2019 im Zentrum Emmaus auch mit Neuigkeiten zum Thema „Kleines Häuschen“ auf. Nach jahrelangem Hin und Her scheint nun geklärt, wie es neben der Reformierten Kirche an der Solinger Straße weitergeht.

Das sogenannte „Kleine Häuschen“, ein maroder Bau aus den 1960er-Jahren, der zudem ein echter Störfaktor in der altbergischen Kulisse rund um den Bilstein-Platz ist, kann nun doch abgerissen werden. Die Pläne für einen Glaskubus an der Rückseite der Reformierten Kirche als Ersatz sind zwar vom Tisch, bestätigt Finanzkirchmeister Winfried Straube: „Die Denkmalschutz-Hindernisse waren unüberwindbar“, so Straube zur CW.

Finanzkirchmeister Winfried Straube (re.) erläuterte gemeinsam mit PresbyteriumsvorsitzenderAnke Borchardt (2.v.r.), Pfarrerin Jutta Weigler und Baukirchmeister Dirk Picard (li.) die aktuellen Neuigkeiten aus der Gemeinde. -Foto: Matthias Müller

Finanzkirchmeister Winfried Straube (re.) erläuterte gemeinsam mit PresbyteriumsvorsitzenderAnke Borchardt (2.v.r.), Pfarrerin Jutta Weigler und Baukirchmeister Dirk Picard (li.) die aktuellen Neuigkeiten aus der Gemeinde. -Foto: Matthias Müller

In einem Schieferhaus gegenüber dem Haupteingang der Reformierten Kirche hat die Gemeinde jedoch Ersatz-Räumlichkeiten gefunden. Wie Presbyter Straube erklärte, macht das der Auszug der Cronenberger Geschäftsstelle der HUK Coburg zum 30. Juni möglich. Als Nachmieter wird ab 1. Juli die Gemeinde einziehen: „Es gibt einen Mietvertrag über zehn Jahre, mit der Option auf eine Verlängerung“, so der Finanzkirchmeister auf der Gemeindeversammlung.

Über die Nutzung des nach Abriss des „Kleinen Häuschens“ entstehenden freien Areals schmieden Gemeinde und Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) seit Jahren Pläne. Idee ist, im Schatten der Reformierten Kirche einen neuen zentralen Platz für den Stadtteil zu schaffen, auf dem zum Beispiel der Cronenberger Wochenmarkt eine neue Heimat finden könnte. Alle Optionen seien aber noch offen, so Winfried Straube.

Die HUK Coburg derweil möchte im Dorf weiter präsent bleiben – Gespräche zu einem künftigen Standort laufen: „Es sieht gut aus“, so die Dörper HUK-Beraterin Marzena Filipowicz zur CW.