Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

31.01.2021, 18.00 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Daniele Puccia: Casting-Auftritt bei DSDS am 2. Februar zu sehen

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Der Cronenberger Nachwuchsmusiker Daniele Puccia. | Archivfoto: Marcus Müller

Im Jahr 2015 stand er mit gerade einmal 13 Jahren erstmals auf einer großen Bühne: Vor tausenden Fans performte der Cronenberger Nachwuchssänger Daniele Puccia beim Schüler-Rockfestival in der Elberfelder Unihalle. Zahlreiche Auftritte folgten als Drummer der Gruppe „Acoustic Arts” und als Frontmann von „TheCube“, mit letzteren veröffentlichte er in den letzten Jahren sogar einige CDs und drehte Musikvideos.

Gute sechs Jahre später setzt Daniele Puccia nun zum „großen Sprung“ an und nimmt an der 18. Staffel der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) teil. „Die Idee ist eigentlich ziemlich spontan entstanden“, erzählt der inzwischen 19-Jährige im Gespräch mit der CW. Aufgrund der Corona-Pandemie sei es in den letzten Monaten natürlich schwierig gewesen, geeignete Plattformen für die Musik zu finden, auf denen man sich präsentieren könne. Auf die Dauer nur über Social Media mit der treuen und immer größer werdenden Fangemeinde zu kommunizieren, das sei nicht das Richtige.

„Früher mit den Eltern auf der Couch gesessen und DSDS geschaut“

Um einen weiteren Karriereschritt voran zu gehen, habe er sich schließlich zur Teilnahme am DSDS-Casting entschlossen. „Das ist jetzt nicht jedermanns Sache“, weiß Daniele Puccia um die oft harten Urteile der Jury um Pop-Titan Dieter Bohlen, „ich habe früher mit meinen Eltern aber oft auf der Couch gesessen und die Show geschaut”, erzählt er. Jetzt habe er schließlich die Chance, selbst einmal teilzunehmen.

Die Castings fanden im September 2020 auf dem Schiff „Blue Rhapsody“ statt, welches unter anderem die Römerstädte Mainz, Koblenz und Köln im UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Rheintal passierte. Daniele Puccia stieg derweil in Oberwesel zu: „Es ist erstaunlich, dass sich RTL so etwas hat einfallen lassen“, zollt der 19-Jährige dem Produktionsteam große Anerkennung, wie man mit der Corona-Situation umgegangen sei. „Das war schon eine große Überraschung für die Kandidaten.“

„Gänsehautmoment“, als er vor der DSDS-Jury stand

Ob er Angst vor dem Jury-Urteil gehabt habe? „Ich hatte richtig Lampenfieber“, erzählt der sympathische Cronenberger Nachwuchsmusiker, „ich habe mehr gezittert als sonst.“ Schließlich mussten die Kandidaten nicht nur unter Deck warten und dann eine Treppe hinaufgehen. Oben erwartete sie zudem ein fast endlos langer blauer Teppich, bevor man schließlich bei der Jury ankam. „Die jetzt mal in echt zu sehen, das war schon super“, berichtet Daniele Puccia. Obwohl er eigentlich schon viel Bühnenerfahrung habe, sei das ein „Gänsehautmoment“ gewesen, erzählt er im CW-Gespräch.

Schließlich wisse man in diesem Moment, dass die Performance ein paar Monate später im Fernsehen zu sehen sei – „und es zeigen 50 Kameras auf dich“. Die zahlreichen Auftritte beim Schüler-Rockfestival hätten da „riesig geholfen“, die Situation beim DSDS-Casting auf dem Rhein zu meistern. „Ein großer Dank geht auch an Kalle Waldinger, der Bands wie ,TheCube‘ behutsam aufbaut“, freut sich der Dörper über die riesige Unterstützung vom Ronsdorfer Rockprojekt in den letzten Jahren.

„Übermorgen“ von Mark Forster gesungen: „Habe die Zähne zusammengebissen“

Er habe daher vor der Jury um Dieter Bohlen, Maite Kelly, Mike Singer und den nach einigen Aussagen, bei denen er unter anderem die Corona-Maßnahmen in einen nationalsozialistischen Kontext gesetzt hatte, aus der Sendung geschnittenen Michael Wendler („Solche Leute haben keine Plattform verdient“) schließlich trotz großer Aufregung „die Zähne zusammengebissen“ und „Übermorgen“ von Mark Forster gesungen, berichtet Daniele Puccia. Ob er die DSDS-Jury letztlich überzeugen konnte, das darf er natürlich vor der Ausstrahlung seines Auftritts nicht verraten. Dieser ist am Dienstag, 2. Februar 2021, um 20.15 Uhr bei „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL zu sehen. Nur so viel verrät der Dörper vorab: „Ich war schon stolz auf mich…“