03.12.2025, 19.44 Uhr | Meinhard Koke | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
GCU überreichte Förderpreise 2025: „Das tut in der Seele gut…“
Die mit den Förderpreisen 2025 der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) ausgezeichneten SchülerInnen und Auszubildenden: Anna Gehrmann (FBR) und Thai-Hoa Nguyen (CFG) sowie Egzon Ademaj (KNIPEX), Robert Kähler (Berger-Gruppe), Ehrom Ilhomzoda (Bohnen IT) und Niklas Anton (Stahlwille, v.r.n.l.). | Foto: Meinhard Koke
Mitte November trafen sich die Mitglieder der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) zu ihrem alljährlichen „Festabend“: Das feierlich herausgeputzte „Haus der Tänze“ wurde dabei zu einem Get-Together Cronenberger Unternehmerinnen und Unternehmer. Bei Musik von Oliver Hanf sowie einem Auftritt der Hip-Hop-Formation „MoveAttack“ der Dorper ADTV-Tanzschule sowie Kulinarischem des „Partyservices Schmidtke“ nutzten die GCU-Mitglieder die Gelegenheit, miteinander zwanglos ins Gespräch zu kommen und die Widernisse des unternehmerischen Alltags hinter sich zu lassen.
Denn der ist aktuell herausfordernd, wie GCU-Vize Dr. Andreas Groß (Berger-Gruppe) in „nachdenklichen Worten“ schilderte. Bei 40 Prozent liege der Anteil der US-Exporte seines Unternehmens – insofern sei die Trumpsche Zollpolitik „eine Vollkatastrophe“: „Das trifft uns ins Mark.“ Dazu zum Beispiel das Thema „Plagiate aus China“ – allein in Solingen seien 1.600 Industriearbeitsplätze verloren gegangen, während neue in der Verwaltung entstanden seien: „Das ist das was wir brauchen“, so der Kohlfurther Unternehmer ironisch. Groß kritisierte zudem die Arbeit des Wuppertaler Ausländeramtes, welche die Migration von ausländischen Arbeitnehmern erschwere: „Was läuft da falsch in Wuppertal?“, fragte der Cronenberger Firmenchef.
Appell zu Leuchtturmprojekten und Zusammenarbeit
Dann nahm der Berger-Chef, der sich auch als Vize-Präsident der Bergischen IHK engagiert, die Kurve zum Positiven: Groß outete sich als „glühender Befürworter“ der geplanten BUGA 2031 („Da passiert ganz viel hinter den Kulissen“), er würdigte die abgeschlossene Sanierung von Schloss Burg („toll geworden“), blickte begeistert auf das Jubiläum „125 Jahre Schwebebahn“ im nächsten Jahr oder benannte auch das geplante Outlet in Remscheid-Lennep als ein Leuchtturmprojekt – „wir müssen über die Stadtgrenzen denken und handeln“, forderte Groß mehr Zusammenarbeit im Städtedreieck: „Nur dann werden wir in Düsseldorf wahrgenommen…“
Gut aufgestellt: „Cronenberg übernimmt Wuppertal…“
Hoffnungsstimmend zudem für den GCU-Vize: die starke Cronenberg-Präsenz in der Stadt und im Städtdreieck. KNIPEX ein großer Förderer in Wuppertal, Gesellschafter der Junior Uni oder auch in allen IHK-Ausschüssen vertreten; Stahlwille frisch gebackenes „Wuppertaler Unternehmen des Jahres 2025“ (die CW berichtete) und dessen Geschäftsführerin Vera Bökenbrink nicht nur Unternehmerin 2024, sondern auch neue Vorsitzende der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände (VBU); Wahl von Miriam Scherff zur Oberbürgermeisterin – „Cronenberg übernimmt Wuppertal“, stellte Andreas Groß fest: „Wir sind gut aufgestellt.“

Mit der Hip-Hop-Formation „MoveAttack“ der ADTV-Tanzschule „Haus der Tänze“: der GCU-Vorstand mit Finanzchef Felix Radeke, Vorsitzender Antonella Lo Bue, Stellvertreter Dr. Abdreas Groß und Geschäftsführerin Eva Larssen (v.l.n.r.). | Foto: Meinhard Koke
Jugend nicht leistungsbereit? „Das stimmt nicht…!“
Als Mutmacher würdigte der Unternehmer auch jene, die an dem GCU-Festabend „im Rampenlicht stehen“: die Preisträger der GCU-Förderpreise. Im Rahmen ihres Jahreshöhepunktes zeichnete die Unternehmens-Vereinigung auch heuer Nachwuchstalente aus. Mit den Förderpreisen würdigt die GCU SchülerInnen und Auszubildende, welche von den beiden weiterführenden Schulen im CW-Land beziehungsweise den Mitgliedsfirmen für ihre besonderen fachlichen Leistungen und ihr (soziales) Engagement nominiert wurden.
Die Wahl der Preisträger war für den GCU-Vorstand diesmal offenbar eine schwierige Entscheidung: Werden sonst drei/vier Talente ausgezeichnet, so überreichten GCU-Chefin Antonella Lo Bue und ihr Vorstand heuer gleich sechs Förderpreise. Mitunter sei über Engagement und Leistungsbereitschaft der jungen Generation Negatives zu hören, unterstrich Lo Bue, dass die sechs GCU-Förderpreisträger beste Beispiele dafür seien, „dass das nicht stimmt“.
Tolle Chefs & Schulen: „Welt ein stückweit in Ordnung im Dorf“
Zugleich stellte Dr. Andreas Groß heraus, dass alle Firmenchefs der Azubi-Preisträger anwesend waren („Das ist das Besondere an Cronenberger Unternehmen – sie kennen ihre Mitarbeitenden“) und ebenso die beiden Leiter der weiterführenden Schulen im Schulzentrum Süd die Schüler-Preisträger begleiteten: „Wir haben tolle Schulen und tolle Lehrer – hier ist die Welt ein stückweit noch in Ordnung.“ Die Laudatien auf das junge Preisträger-Sextett unterstrichen das – kein Wunder angesichts der jeweiligen Engagements, dass die GCU ein halbes Dutzend Urkunden überreichte. Andreas Groß brachte es auf den Punkt: „Das tut in der Seele gut…“
Wer mehr zu der Unternehmens-Gemeinschaft wissen möchte, wird im weltweiten Netz hier fündig: gcu-ev.de.





